Viaduc de Millau

Der Viadukt von Millau (französisch Viaduc de Millau) überspannt in Südfrankreich die Autoroute A75 über den Fluss Tarn. Das technische Meisterwerk löste bei den europäischen Brücken-Superlativen die Europabrücke bei Innsbruck in Östereich ab. Es wurde von Michel Virlogeux entworfen und von Norman Foster gestalterisch ausgearbeitet. Am 14. Dezember 2014 jährt sich zum zehnten Male die Einweihung des imposanten Bauwerks durch den damaligen französischen Präsidenten Jacques Chirac, am 16.12.2004 folgte die allgemeine Inbetriebnahme. a viadukt 3Wir hatten diesen Giganten seit Jahren auf der Reise-Speisekarte, allein Termin und Wetter spielten oft nicht mit. Im August 2014 passten sowohl Route als auch die Vorhersage der Wetterfrösche. Auf dem Weg von Carcassonne gen Alpen haben wir an einem herrlichen Nachmittag endlich den lang ersehnten Stopp eingelegt.
Der Viadukt ist mit sagenhaften 2.460 m die längste Schrägseilbrücke der Welt und bei einer maximalen Pfeilerhöhe von 343 m auch das höchste Bauwerk Frankreichs. Konzessionär der Autobahnbrücke, die durch Maut bis 2079 gegenfinanziert wird, ist ein Tochterunternehmen der Eiffage, ein auf Altmeister Gustave Eiffel zurückgehender französischer Konzern. Die exorbitanten Kosten des Bauwerks, für das 2,2 Millionen Arbeitsstunden erforderlich waren, betrugen ungefähr 400 Millionen Euro.
Der Viadukt von Millau liegt im Zentralmassiv im Abschnitt der A75 von Clermont-Ferrand nach Béziers fünf Kilometer westlich der südfranzösischen Stadt Millau zwischen den Ausfahrten Nummer 45 und 46. Die Fahrbahn überspannt in bis zu 270 m Höhe das Tal des Tarn. a viadulkt 4Wir haben bewusst darauf verzichtet, den Viadukt zu befahren, denn dort erschließt sich dessen Höhe kaum, weil der Sichtschutz an den Seiten relativ hoch ist. Fährt man (Maut!) in Richtung Clermont-Ferrand, dann folgt nach dem Viadukt ein Rastplatz. Von dort aus kann man zu Fuß zu einem Aussichtspunkt gehen, von dem aus sich die gesamte Größe der Brücke erschließt.
Wir sind über die Landstraße gefahren, um das Bauwerk von der Seite und von unten zu besichtigen. Auch dort befindet sich ein Informationszentrum – der Blick ist überwältigend! Man sollte noch ein Stück entlang des Tarn fahren – es lohnt sich! A Viadukt 2

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