Urlaubs-Schnäppchen? Aber nicht um jeden Preis!

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Wer im Winter gen Mallorca oder an die Algarve (Foto) reist, muss (meist) auf Sonne dennoch nicht verzichten – dafür ist die Insel dann frei von „Ballermännern“.

Gibt es ein Rezept für den Schnäppchenurlaub? Ich meine: JEIN! Ganz allgemein gilt:
Wer stets gegen den Trend (Neudeutsch: antizyklisch) verreist, spart am meisten. Außerhalb der klassischen Saisonzeiten ist das Sparpotenzial am größten. Das aber schließt die Bereitschaft zu Kompromissen ein! Zu Ferienterminen günstig nach Mallorca dürfte ebenso schwierig sein wie ein Skirurlaubs-Schnäppchen über die Weihnachtsfeiertage. Auch bei klassischen Ganzjahres-Zielen ist es schwierig den preiswertesten Korridor zu erwischen.

Safari in Kenia
Wer zur Regenzeit in Kenia auf Safari geht, spart bares Geld.

Auch so manches außereuropäische Reiseziel ist nun mal dann am schönsten – aber auch am teuersten – wenn Schulferien sind. Und um gen Südostasien oder einige Regionen Afrikas zur Regenzeit zu reisen, bedarf es einigen Muts zu Einschränkungen.
Dass Last-Minute-Reisen nicht immer zu Schnäppchen führen, sollte bekannt sein. Hier gilt es, sehr aufmerksam Preise zu vergleichen. Selbiges gilt für Urlaubsreisen bei Discountern, die wahrlich nicht nur Billig-Reisen offerieren! Die besten Nachlässe (gerade für die Hochsaison) bekommen derzeit Frühbucher. Wer schulpflichtige Kinder hat und/oder an feste Urlaubszeiten gebunden ist (Betriebsferien) spart als Frühbucher am meisten.

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In der Vor- und Nachsaison ist auf Malta das Wetter noch immer gut – und die Preise sind es auch.

Reise-Pakete – in der Branche auch „X-Reisen“ genannt – mit tagesaktuellen Preisen werden wohl zunehmen. Sie sind aber eher für diejenigen interessant, die sehr flexibel reagieren können. Auch bei Flugbuchungen sind Fristen ein Sparfaktor: Interkontinentalflüge sind ca. fünf Wochen vor Abflug am günstigsten. Wer früher bucht, zahlt drauf, wer noch länger wartet meist auch.
Mit ein bisschen Fantasie und Gehirnschmalz lässt sich der Reisepreis auch anderweitig drücken: Statt Pauschalreise empfiehlt es sich, selbst individuelle Bausteine zusammen zu setzen. Flug und Hotel getrennt zu buchen kann vorteilhaft sein. Auch wer sich etwas weitere Weg zum Abflughafen macht, spart unter Umständen bares Geld.

Albanien
Eine gute Adria-Alternative zu Kroatien sind Montenegro und Albanien. Speziell in der Nebensaison bieten Top-Hotels Nachlässe an.

„All inklusive“ ist gewiss für Strandurlaube mit Kindern empfehlenswert – es macht die Kosten kalkulierbar. Für Singles und kinderlose Paare kann sich die Alternative Selbstverpflegung in einer Ferienwohnung durchaus lohnen, Komforteinbuße inklusive.
Auch innerhalb einer Wunsch-Ferienregion sind Preisvergleiche wichtig. Hotspots sind nicht immer günstig, zu manch weniger nachgefragtem (oder abseits gelegenen) Ziel einen Mietwagen hinzu zu buchen, kann sich rechnen – ohne die Urlaubsfreude zu trüben.
Wer vor Ort Ausflüge oder Mietwagen bucht, tut dies bei lokalen Anbietern in aller Regel deutlich günstiger als im Hotel oder beim Repräsentanten des Reiseveranstalters. Der gesunde Menschenverstand sollte es ermöglichen, seriöse von unseriösen Anbietern zu unterscheiden.

London
Bei Städte-Trips gen London, Barcelona, Mailand oder Paris sollte darauf geachtet werden, dass nicht zeitgleich zum Wunsch-Reisetermin Messen, Sportgroßveranstaltungen oder Kongresse stattfinden. Dann sind erfahrungsgemäß die Zimmerpreise am höchsten!

Last but not least: Wer den Cent zu sehr zum Kupferdraht dreht, wird zwar viel Geld, aber auch viel Urlaubsfreude sparen. Noch immer gilt: You get what you pay for!

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Domizile an exklusiven menschenleeren Traumstränden wie auf Langkawi sind selten oder nie im „Sonderangebot“!

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