UNESCO-Welterbe: Kloster Visoki Dečani


Etwa eine halbe Autostunde südlich von Peć, in der Nähe von Prokletije, befindet sich im Kosovo ein wahres Kleinod des UNESCO-Welterbes. Das serbisch-orthodoxe Kloster Visoki Dečani ist der größte orthodoxe Sakralbau des mittelalterlichen Serbiens und wurde in den Jahren 1328-1355 erbaut. Die Fresken wurden bereits fünf Jahre vor dem Ende des Baus fertig gestellt.
Der Name des Klosters ist schnell erklärt: König Stefan Uroš III. Dečanski hat es einst gestiftet. Sein Sohn – König Stefan Uroš IV. Dušan – ließ das Bauwerk schließlich vollenden. Das Innere der Klosterkirche zeigt das wohl besterhaltene Ensemble mittelalterlicher Freskomalerei des Balkans. Die Ikonen des 14. – 16. Jahrhunderts und Werke kirchlichen Kunsthandwerkes in der Schatzkammer suchen ihresgleichen. Der Sarkophag mit den Gebeinen des Heiligen Stefan Uroš III. Dečanski aus geschnitztem Holz befindet sich in der Kirche und steht auf einem Marmorsockel.
Das Kloster Dečani wurde am 2. Juli 2004 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Mindestens bis ins Jahr 2013 laufen umfangreiche Renovierungsarbeiten, sowohl innen als auch außen. Ein Teil der Mönche spricht hervorragend Englisch, so dass auch auf eine Führung im Kircheninneren nicht verzichtet werden muss.

Anreise:
Wer sich nicht mehrere Tage im Kosovo aufhalten möchte (Sicherheitsbedenken sehe ich aktuell nicht, nur die Sinne sollten geschärft sein!), reist am besten in einer Tagestour aus dem Großraum Tirana (Albanien) oder Tetovo (Mazedonien) zum Kloster.

Eintrittsgeld wird nicht fällig, aber das Kloster wird aus gutem Grunde von KFOR geschützt. Beim Militär vor dem Kloster gibt man seinen Reisepass ab und erhält dafür einen Besucherausweis.

Wer länger im Kosovo unterwegs sein möchte, sollte dies tunlichst mit einem Wohnmobil machen!

5 thoughts on “UNESCO-Welterbe: Kloster Visoki Dečani

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  4. Ich möchte in der nächsten Woche das Kloster Decani
    besuchen und auch mit Verantwortlichen dort sprechen.
    Ich bin evangelischer Pfarrer.
    Um mich vorher anmelden zu können, möchte ich eine mail dorthin schreiben.
    Können sie mir eine email-Adresse geben?
    Freundliche Grüße
    Volkert Bahrenberg

    • Hallo Herr Bahrenberg, eine E-Mail-Adresse habe ich leider nicht. Aber es sollte kein Problem sein, dort unangemeldet zu kommen. Beim KFOR-Posten Besucher-Ausweise holen (dauert mit einer Gruppe ein Weilchen – Pass oder Personalausweis nicht vergessen) – und dann hineingehen. Die Mönche sprechen teils sehr gut Englisch. Hinter dem zweiten Checkpoint kommt eine Restaurant, wo man sehr gut essen kann. Für mehr Infos: Mail an mich, dann kommt Telefonnummer.
      Gottes Segen auf ihrem Weg gen Kosovo und herzliche Grüße.

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