UNESCO-Welterbe: Felszeichnungen von Alta

Rock Art of Alta: The first paintings near Alta were discovered in the 1960s. Since then thousands of paintings and engravings were found at 45 different location in the region. The largest facility is Hjemmeluft – the only site that is freely accessible to the public, with around 3.000 different figures. Here is the Alta Museum located too.

The museum consists of an outdoor area where visitors can walk along paths and plank paths to find the petroglyphs. Inside is an exhibition about the art of petroglyphs, giving a broad introduction to the prehistory of Finnmark. It is Norway’s only prehistoric Unesco World Heritage Site.
The Alta Museum is near the Highway E6. To Alta it takes you 4 kilometres, to Alta airport only 8 kilometers.
Link to Alta Museum.

Ein archäologisches Freilichtmuseum der ganz besonderen Art befindet sich in Alta in der Finnmark (Norwegen). Dort werden jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Felsritzungen gezeigt. Das Museum ist seit dem 3. Dezember 1985 auf der von der UNESCO geführten Liste der Weltkulturerbestätten verzeichnet.

Das Alta Museum umfasst das Gebiet Hjemmeluft / Jiepmaluokta. Hjemmeluft ist die norwegische Übersetzung des samischen Namens Jiepmaluokta (Jiepma bedeutet Robbe, luokta bedeutet Bucht). Die ersten Felsritzungen wurden 1973 entdeckt. Ihre Anzahl wird auf etwa 6.000 geschätzt, die in 80 sogenannten Feldern – verteilt auf vier verschiedene Gebiete – zu sehen sind. Auf dem Gebiet des Museums sind 2,9 km Gehwege vorhanden.

Die Felsritzungen haben ein Alter von etwa 6500 Jahren bis etwa 2000 Jahre. Jüngere Ritzungen sind nicht bekannt. Die Bilder wurden immer in jene Felsen geritzt, die der Wasserlinie am nächsten waren. Die Zeichnungen befinden sich etwa 8,5 m bis 26,5 m über dem Meeresspiegel. Seit dem Ende der Eiszeit, als das Inlandeis verschwand, hebt sich die Landmasse Norwegens stetig. Entsprechend sind die ältesten Ritzungen diejenigen, die weit vom Wasser entfernt liegen.
Die Stile der Zeichnungen unterscheiden sich nach der Lage und damit nach dem Alter. Aus diesem Grund werden die Zeichnungen in vier Zeitabschnitte eingeteilt. Der erste Zeitabschnitt dauerte vor 6200 bis 5300 Jahren, der zweite vor 5300 Jahren bis 4200 Jahren, der dritte vor 4200 bis 3200 Jahren und der vierte vor 3200 bis vor 2000 Jahren. Aus der Zeit vor 4200 bis vor 3200 Jahren sind im Bereich des Museums nur zwei Zeichnungen vorhanden, diese können aber von den Gehwegen aus nicht besichtigt werden.
norwegen-felszeichnung-alta-3
Die Felsritzungen wurden mit Steinen oder anderen harten Gegenständen in den grauen Sandstein geritzt. Der Sandstein hat einen hohen Quarzgehalt und ist sehr hart. Um die Felsritzungen sichtbar zu machen, wurden diese von den Archäologen mit roter Farbe markiert. Es wird vermutet, dass die Bilder nach der Erstellung mit dieser Farbe ausgemalt wurden, es gibt aber keinen Beweis dafür.


Die Felsritzungen stellen Glaubensvorstellungen oder Arbeitsabläufe der Menschen dar. Es gibt kaum Anzeichen von Häusern in der Nähe der Ritzungen, der Ort der Felszeichnungen war wohl eher eine Stelle der Begegnung. Die Menschen glaubten an Geister, die das Leben vorbestimmten. Und mit diesen Geistern wollten die damaligen Menschen Verbindung aufnehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.