UNESCO-Welterbe: Berg Athos

Es gibt auch zutiefst Anachronistisches auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes: Einen Staat im Staate. Nach wie vor reine Männersache ist ein Besuch der Athos-Klöster (Chalkidiki, Griechenland). Seit 1054 sind sie Zentrum orthodoxer Spiritualität und Malkunst. Die von rund 1.400 Mönchen bewohnte gebirgige Halbinsel genießt seit byzantinischer Zeit Autonomie. Das Leben der Mönche, ihre Kunstschätze und die landschaftliche Schönheit machen den Berg Athos zu einem viel besuchten touristischen Anziehungspunkt. 1988 erklärte die UNESCO den Berg Athos zum Weltkulturerbe (sowohl als Kulturdenkmal als auch als Naturdenkmal).

20 Großklöster gehören zu Athos; das älteste Kloster ist die Große Lavra, das im Jahre 963 erbaut wurde. Doch ist der Zutritt zu den Anlagen nur mit Erlaubnis möglich und eine solche zu bekommen, ist schwer. Man kann sie nicht als normaler Tourist, sondern nur als Pilger bekommen.
Frauen werden nicht als Pilger anerkannt, ihnen ist der Zutritt auch heute noch verboten, selbst weibliche Tiere werden hier nicht geduldet. Dies kommt daher, weil der Berg auch „der Garten der Gottesmutter“ genannt wird und er ist somit im theologischen Sinne einzig der obersten Heiligen der Kirche, Maria, vorbehalten.
griechenland kloster athos
(Leider habe nur mäßige Scans von Papierbildern, da einst mit prähistorischer Technik fotografiert.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.