Lustige Friedhöfe ohne Tote

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Seit mehr als vier Jahrzehnten sammelt ein Kunstschmied alte Grabkreuze. In einem Freiluftmuseum neben seinem Haus im Tiroler Ort Kramsach bei Kufstein hat er die Kreuze mit den sonderbarsten und lustigsten Inschriften ausgestellt.
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Es sind aber nicht nur die einzigartigen Vermächtnisse einstiger Schmiedekunst, die den Besucher faszinieren, sondern vor allem jene „Grabsprüche“, die man vor hundert Jahren als Inschriften anbrachte und die heute so manches Schmunzeln entlocken. Die auf dem „Lustigen Friedhof ohne Tote“ (der Besuch ist kostenlos) befindlichen Sprüche und Inschriften stammen zum größten Teil aus dem 19. Jahrhundert und lesen sich bei einem verstorbenen Organisten etwa so:

„Hier liegt Martin Krug,
der Kinder, Weib und Orgel schlug“.

Am Grab eines Bierbrauers lächelt der Besucher über:

„Christ steh still und bet a bissl:
Hier liegt der Brauer Jokob Nissl.
Zu schwer fast muss er büßen hier –
Er starb an selbstgebrautem Bier.“

SapantaEin ähnlicher Friedhof befindet sich auf dem Balkan, in Rumänien (Sapanta). Dieser Friedhof ist eines der beliebtesten Touristenziele des Landes. Seit den 1930iger Jahren hat der ortsansässige Holzschnitzermeister Stan Ioan Patras blaue Grabkreuze geschnitzt, bunt bemalt und mit mehr oder minder lustigen Inschriften versehen.
Lesestoff über den Friedhof in Sapanta gibt es hier.
In Kramsach (Austria, Tyrolean Inn Valley) is located a truly unique relic of the past. The owner Hans Guggenberger has managed countless grave crosses and grave stones from the last century in order to gather this issue due to their unique inscriptions. The place in Kramsach (near Innsbruck) is called by many tourists the „Merry Cemetery“.
Also in Sapanta (Romania), located in Maramures County right on the border with Ukraine, you’ll find a cemetery like in Austria. In 1935 the young Ion Stan Patras has committed to provide a low wooden cross for poor people. The wooden cross was a surprise because it broke with tradition. The talented young man created a wooden cross that was brightly painted and described on the carved, naive verses and images in a funny way, the life of the deceased. Meanwhile there are more than 700 wooden crosses in Sapanta. Read more.

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