Kreditkarten-Betrug auf Reisen

Ein gutes Verhältnis zur Hausbank zahlt sich vor allem in schlechten Zeiten aus. Wir hatten 2010 ein ungutes Gefühl als in Kambodscha beim Bezahlen der Hotelrechnung in Phnom Penh die Kreditkarte zwei Mal nicht funktionierte. Angeblich. Wir hegten den schweren Verdacht, dass die Daten missbräuchlich ausgelesen wurden (eine andere Erklärung haben wir nicht) – und sahen uns wenige Tage später in Chiangmai (Thailand) leider bestätigt: Der Geldautomat gab die Karte zurück.
Eine sofortige Rücksprache mit der Bank ergab Gottseidank, dass diese bereits gehandelt hatte – und die Karte sperren ließ als plötzlich an einem (!) Tag sechs Mal in Irland und auf der Isle of Man die Karte „großzügig“ benutzt wurde. Es enstand uns daraus kein Schaden – außer, dass wir ein paar Wochen auf die Rückbuchung eines höheren, aber verschmerzbaren Betrages warten mussten.
Vor Ort wird es dann im Ausland ohne Kreditkarte schnell düster … Es gibt jedoch die Möglichkeit, auch bei gesperrter Karte in solchen Fällen „flüssig“ zu bleiben. Auf jeder Visa- oder Mastercard ist eine Notrufnummer vermerkt. Nach Rücksprache mit der Hausbank kann man dort 24 Stunden anrufen und bekommt dann die Karte für einen Moment wieder frei geschaltet, um zahlen oder abheben zu können. Man muss dazu aber „in der Leitung“ bleiben. Um auch diese Kosten nicht explodieren zu lassen, empfiehlt sich eine Prepaid-Kare eines Mobilkfunkbetreibers im Gastland.
Wir empfehlen dringend, vor längeren Reisen mit der Hausbank darüber zu reden, wohin man „geht“. Das kann vor noch böseren Überraschungen schützen. Wir werden jedenfalls künftig noch mehr mit Argusaugen darüber wachen, was wer mit der Kreditkarte macht!
Ein wichtiger Hinweis für alle, die am Automaten plötzlich und unerwartet kein Geld bekommen:
AUF JEDEN FALL EINEN BELEG ZIEHEN!
Wir hatten 2007 den Fall in Schweden, die umgerechnet 200 Euro wurden dennoch dem Kontio belastet. Ebenso erging es uns 2009 bei drei erfolglosen Versuchen in Bahrain. Ohne Belege hätten wir sehr „alt“ ausgesehen. So bekamen wir wenigstens das abgebuchte Geld samt Gebühren nach sechs Wochen zurück.

3 thoughts on “Kreditkarten-Betrug auf Reisen

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