Kambodschanische „Besonderheiten“

Wer sich nach Kambodscha auf den Weg macht, sollte sich des Umstands bewusst sein, dass er in ein Dritte Welt-Land – und in eines der korruptesten Länder der Erde reist. Das Thema Reisesicherheit bekommt hier wieder eine gänzlich andere Dimension im Vergleich zu benachbarten Staaten.
Das Auswärtige Amt macht nachdrücklich darauf aufmerksam, dass sich die Lage am Preah Vihear Tempel wieder verschärft hat. Erst vor wenigen Wochen ist es erneut zu Schusswechseln bei Preah Vihear gekommen. „Auch wenn die kambodschanischen Tourismusbehörden derzeit keine Hinderungsgründe für einen Besuch des Tempels sehen, wird im Hinblick auf die jederzeitige Möglichkeit des Wiederaufflammens bewaffneter Konflikte von einem Besuch abgeraten.“ Überlebenswichtig: In dieser Grenzregion zu Thailand sollte man nie (!!!) den Weg verlassen: Minengefahr!

Die Kriminalität gegen Touristen ist stetig gestiegen. Besonders Alleinreisende sollten erhöhte Vorsicht walten lassen. Betroffen sind vor allem Siem Reap (Angkor Wat) und die Hauptstadt Phnom Penh. Tätliche Angriffe und bewaffnete (!) Überfälle sind keine Ausnahme, wenngleich auch nicht die tagtägliche Regel. Diebstähle sind Alltag. Insbesondere bei Fahrten mit Motorradtaxis und Tuk-Tuks ist erhöhte Wachsamkeit angezeigt, da häufig Taschen von vorbeifahrenden Motorradfahrern weggerissen werden und Verletzungen der Bestohlenen dabei billigend in Kauf nehmen. Deshalb: Reisepass, „Plastik“- und Bargeld niemals in Rucksäcken oder Taschen deponieren. Wenn das verloren geht, wird es richtig stressig – aber nicht nur in Kambodscha.
straßenverkehr-kambodscha
Abends möglichst nie allein unterwegs sein!
Nicht vergessen: Das Visum (regulärer Preis: 20 Dollar) gilt für vier Wochen! Bei Überschreitung der Gültigkeitsdauer des Visums wird bei der Ausreise eine Strafgebühr von 5 Dollar pro Tag seit Ablauf des Visums erhoben. Ist das Visum bereits mehr als 1 Monat abgelaufen, beträgt die Gebühr 6 Dollar pro Tag. An den Grenzübergängen (außer Flughäfen) genehmigen sich die kambodschanischen Grenzbeamten eine kräftigen „Schluck aus der Pulle“ – im Erfinden von Zusatzgebühren sind sie sehr kreativ …
Die „Ausreise-Steuer“ auf Flughäfen (internationale Verbindungen) beträgt satte 25 Dollar.
Busunternehmen sollte man hinreichend unter die Lupe nehmen – häufig sind wahre „Schrottkisten“ unterwegs. Von Moped-„Taxis“ würden wir grundsätzlich abraten. Taxi- und sonstige Fahrer treten teils sehr aggressiv auf, um Fahrgäste zu bekommen.
Flug: Niemals mit einer kambodschanischen Fluggesellschaft – das sind wahre „never-come-back-Airlines“.
In Hotels wird nicht selten versucht, Reisenden völlig überteuerte „Pakete“ zu verkaufen – seien es Ausflüge, seien es Bus- oder Flugtickets oder sonstige Dienstleistungen. Auf die Kreditkarte an der Hotel-Rezeption beim Bezahlen stets ein besonders wachsames Auge haben: Betrügereien sind an der Tagesordnung.

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