Jeep-Safari in Thüringen

Ein gelb lackierter Landrover Defender – dazu gehört am Lenkrad ein kleiner Mann, ganz groß: Mit viel Mut platzierte sich der 56-jährige Wolfgang Förtsch aus dem thüringischen Tautenhain 2007 in einer echten Tourismus-Nische: „Saaleland-Safari“ bietet Fahrten im Jeep quer durch Thüringen an. „Nach sieben Jahren als Bus-Chauffeur und Reiseleiter habe ich gemerkt, dass eine rege Nachfrage nach Incentive- und Erlebnisreisen besteht“, sagt der studierte Historiker. „Und das Saaletal mit seiner wilden, unberührten Natur ist genau richtig für solche Angebote.“
Förtsch hatte sich, wie er selbst formuliert, noch einmal entschlossen, „selbst“ und „ständig“ zu arbeiten. Sein inzwischen erfolgreiches Konzept bestehe darin, erklärt der spätgeborene Jungunternehmer, abseits der großen Straßen das nicht Alltägliche entdecken zu lassen, Natur pur erlebbar zu machen und dabei in kleinen Gruppen und mit einem außergewöhnlichen Fahrzeug unterwegs zu sein. Picknicks nach echt Thüringer Art sind fester Bestandteil aller Touren. Auf seiner Internetseite findet man viele weitere Gedanken und Vorschläge, aus denen Interessenten auswählen können, denn neben den Standard-Touren können auch eigene, auf das individuelle Interesse zugeschnittene Touren geplant werden. Der gelbe Landrover ist „fester Bestandteil des Theaterstücks, das ich dem Gast biete“, sagt Förtsch. „Flexibel wie ein Bungee-Seil“ sei er, wenn es darum gehe, den Gästen Nicht-Alltägliches zu kredenzen. Keine Tour gleiche der anderen. Das Schlimmste, was sich Förtsch vorstellen kann, seien Touren „wie aus dem Katalog“. Individualität wird groß geschrieben.
saaleland-safari
Die Reise kann über Stunden, aber auch Tage gehen, das Gewicht dabei mehr auf Ausspannen und Genießen liegen oder aber auf spannenden Erlebnissen und Erkenntnissen. So verspricht Wolfgang Förtsch Wissenswertes über Burgen, Berge und sogar Vulkane. Floßfahrten und Picknicks gehören ebenso dazu wie die Übernachtung ganz nach Wunsch seiner Gäste: In einem typischen Dorfgasthof, Landhotel oder Rittergut. Gemeinsam auf die (Saaleland-)Safari gehen können maximal acht Personen.
Die Saaleland-Safaris sind für Praxis- und Betriebsausflüge und für Männerrunden
konzipiert; sie eignen sich aber ebenso für geschichtlich interessierte Gruppen. Folgende Tages-Safaris (ca. 8-10 Stunden) stehen zur Verfügung (Maßgeschneidertes kann natürlich ebenfalls geordert werden):
„Bleiloch & Heinrich“
Rund um die zwischen 1925 und 1932 entstandene größte Talsperre Deutschlands sind wir auf Entdeckungsreise – riesige Wasserflächen, fjordartige Buchten, sanfte Berge, Boote, Segler, Staumauern, steinerne Rosen, endlose Wälder, Schlösser und verwunschene Burgruinen.
„Hohenwarte & Amalie“
Eine wahre Berg- und Talfahrt rund um den zweiten Stausee der Saale-Kaskade. Pumpspeicherwerk, alte Dörfer, Flößerkneipen, auf der Hohen Straße zwischen den Messemetropolen, faszinierende Ausblicke von Felsen, die Fähre Linkenmühle, Teufelskanzel, Schwedenschanze, Conrod und Ziegenrück sind die Ziele.
„Moore & Pechöfen“
Durch Wälder und die „Rote Pfütze“, acht Wassermühlen und der stärkste Mann der Welt, die Pechöfen im Tal des Teufels, Napoleons vergessene Kanone, Porzellan & Keramik, die Leitermacher und das Moor – das Grüne Herz Deutschlands beginnt weit im Osten – im „Thüringer Holzland“
„Fürsten &Jäger“
Unterwegs auf den Spuren Napoleons und der „Schwarzen Jäger“, auf der Suche nach dem „verlorenen Siegel“, die Fleischbänke, Luther, Jagd- & Wasserschlösser in tiefen Wäldern, das „Halali“ in Rieseneck und Hummelshain, Forellenzucht im Tal des Rotehofbaches, wie Herzog Ernst auf den Hund kam und sein Schloss behielt, „Fröhliche Wiederkunft“, Fürstengräber und die Leuchtenburg – Königin der Saaleburgen
„Vulkane & Höhlen“
Das Orla-Gau: Höhlen der Steinzeit, erloschene Vulkane, über versteinerte Korallenriffe des Zechsteinmeeres und weshalb man in Moxa das Ohr an die Erde legt – überall dichte Wälder, Heidelandschaft, gutes Bier, Burgen, antike Güter auf Schloss Brandenstein, alte Sagen von Trude Ilse und das „Roonser“ Stadtgeflüster in der Schmiede und am alten Markt.
„Fische & Vögel“
Im „Land der tausend Teiche“ haben bereits im Mittelalter die Mönche Fischzucht betrieben – heute ist es auf ca. 75 km² ein Refugium für seltene Tiere und Pflanzen. Die „Karpfenernte“ und das „Starenwunder“ sind die jährlichen Höhepunkte der Region. Das „Pfahlhaus“ wurde bereits vor über 300 Jahren gebaut.
„Alte Grenze & Kolonnenwege“
Entlang an der ehemals deutsch-deutschen Grenze, die Saale trennte hier Welten, das geteilte Dorf Mödlareuth, auch „Klein-Berlin“ genannt erinnert noch heute daran. Idyllische Naturräume – das Schloss und der Hirsch am Berg, über den Hängesteig zum felsigen „Hag“ – eine einzigartige Flusslandschaft bis hin nach Saaldorf.
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