HALB-Zeit in Gibraltar

Gibraltar von obenGibraltar ist ein europäischer Flecken, der von Besonderheiten nur so wimmelt! Wo sonst quert z. B. eine Straße bei der Einreise in ein Land eine Landebahn? Weltweit nur in Gibraltar! Seit 1713 gehört der in den Atlantik hineinragende Felsen endgültig zu Großbritannien. Die daraus resultierenden politischen Zwistigkeiten mit Spanien sollen jedoch hier nicht das Thema sein.
Das Territorium von Gibraltar hat mit Spanien eine Landgrenze von lediglich 1,2 Kilometern und umfasst eine Fläche von 6,5 km2 – ca. 30.000 Menschen leben dort. Auf der spanischen Seite des sogenannten Affenfelsens liegt La Línea de la Concepción. Gibraltar vom RockDie Amtssprache in Gibraltar ist Englisch, Spanisch wird aber fast überall verstanden. Gibraltar gehört zwar zum Staatsgebiet des EU-Mitglieds Großbritannien, jedoch nicht zum Zollgebiet der EU und zum Schengen-Gebiet! Es gelten somit gelten die Bestimmungen für Einreisen aus Nicht-EU-Staaten.
Einkäufe sind deutlich günstiger als anderswo in der EU – die EU-Bestimmungen zur Mehrwertsteuer gelten in Gibraltar nicht!Gedenktafel
Anreise: Klipp und klar: Nur um einmal Gibraltar zu sehen, wird kein vernünftiger Reisender sich dafür extra auf den Weg machen! Ein Aufenthalt in Andalusien ist die beste Gelegenheit, gen Gibraltar einen Abstecher zu machen. Derzeit fliegen nur britische und die marokkanische Fluggesellschaft Gibraltar (Überblick). Der nächstgelegene Flughafen in Spanien mit zahlreichen europäischen Verbindungen ist anderthalb Autostunden entfernt in Málaga.
Mit der Bahn ist Gibraltar nicht zu erreichen. Von Algeciras fährt alle 30 Minuten ein Bus. Der Busbahnhof von La Linea liegt nur 5 Gehminuten von der Grenze entfernt. Da die Busverbindungen eher unregelmäßig zu nennen sind, empfiehlt sich für die Anreise das Auto oder ein Wohnmobil. Parkplätze in Gibraltar sind rar – und teuer. Es ist durchaus empfehlensert, sein Fahrzeug auf der spanischen Seite zu parken, die Grenze per pedes zu überqueren und dann den Bus zu nutzen. Für wohnmobile Dickschiffe wird es an vielen Stellen zu eng. Offizielle Camping- oder Stellplätze sind mir nicht bekannt – es braucht zur Übernachtung im Wohnmobil viel Fantasie …Berberaffen GibraltarGibraltar ist der einzige Ort in Europa, an dem Affen freilebend vorkommen. Deswegen nennt man Gibraltar auch den „Affenfelsen“. Zwar werden die mehr als einhundert Berberaffen als freilebend bezeichnet; richtiger ist jedoch, sie als Haustiere zu bezeichnen, da sie regelmäßig von Menschen gefüttert werden. Besucher sollten sich von den possierlich anmutenden Affen fernhalten – sie können beißen und wenn sie mal einen persönlichen Gegenstand ergattert haben, geben sie ihn selten wieder her!
Kost & Logis: Rund ein Dutzend Möglichkeiten gibt es, über Nacht in Gibraltar zu bleiben. Was allerdings deutlich teurer kommt als ein paar Kilometer weiter in Spanien! Am ausgefallensten: Jasmine Coral Jay (431 Pier 4 Marina Bay), eine 21 m lange Motorjacht im Hafen von Gibraltar. Die Doppelkabine gibt es ab ca. 110 Euro pro Nacht.
Essenstechnisch gibt es in Gibraltar nichts, was es nicht anderswo auch (oder besser gibt). Wir sind bisher nur ein einziges mal eingekehrt, die Spare Ribs bei „Gatsby’s“ waren allerdings vorzüglich. Wir haben es ansonsten bei einem Guinness in einem Pub belassen – und abends in Spanien gespeist. Die Anlaufstellen für Hunger & Durst: Am Casemates Square, in der Main Road und an der Marina Bay am Jachthafen.Gibraltar CaveDer Fels von Gibraltar (Rock of Gibraltar), die in den Felsen geschlagenen Verteidigungsanlagen (Great Siege Tunnels“), St. Michael’s Cave, eine Fahrt mit der Seilbahn, der Leuchtturm Europa Point Lighthouse am äußersten südlichen Ende von Gibraltar und ein „Stadt“-Bummel mit Einkäufen – das war’s dann aus unserer Sicht.
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