Das Narkosegas-Märchen

Parkplätze in Großstädten sind sicherlich kein idealer Stellplatz! Aber die Gefahr, als alleinreisender Wohnmobilfahrer mit einem äthergetränkten Wattebausch (z. B. beim Öffnen der Tür) handlungsunfähig gemacht zu werden, ist wahrscheinlicher als ein nächtlicher Überfall mit Narkosegas!

Parkplätze in Großstädten sind sicherlich kein idealer Stellplatz! Aber die Gefahr, als alleinreisender Wohnmobilfahrer mit einem äthergetränkten Wattebausch (z. B. beim Öffnen der Tür) handlungsunfähig gemacht zu werden, ist wahrscheinlicher als ein nächtlicher Überfall mit Narkosegas! Dennoch kommen alljährlich zu Beginn der Sommersaison pünktlich die Tataren-Meldungen (Link). Man beachte den Schluss der Meldung!

Ein sehr sinnvolles Utensil im Wohnmobil kann ein Gaswarner sein, wenn man mit Flüssiggas hantiert. (Gasmelder gibt es bereits für kleines Geld.) Zwar muss die Flüssigas-Anlage alle zwei Jahre geprüft werden – aber sicher ist sicher.
Ein höchst überflüssiges und m. E. nur den Geldbeutel strapazierendes Beiwerk ist hingegen ein Narkosegas-Warner. Über nichts ist aus meiner Sicht in den vergangenen Jahren mehr Unfug publiziert worden als über Überfälle mittels Narkosegas. Noch immer geistert das Thema durch die Weiten des Internets. Gar nicht so selten folgen „Empfehlungen“, wie man sich dagegen schützen kann. Natürlich mit einem (teuren) Narkosegas-Warner.
Ein Grund, mich ein weiteres Mal ausgiebig mit dem Thema zu beschäftigen. Das Bundeskriminalamt (BKA) teilte mir im März 2015 auf meine Anfrage mit, was meine ersten Recherchen in Sachen „Überfälle mit Narkosegas“ bereits vor zehn Jahren ergeben hatten:

„Belastbares Zahlenmaterial liegt im Bundeskriminalamt
zu diesem Deliktfeld nicht vor.“

Wie sollte es auch? Da wird zwar reißerisch getitelt: „Wohnmobil-Räuber betäuben Camper nachts mit K.o.-Gas!“ Im Text dann kleinlaut die Entwarnung: „In drei Fällen wird geprüft, ob bei Ausführung der Taten Betäubungsgas verwendet wurde. Spuren von den flüchtigen Gasen wurden jedoch nicht gefunden.“
Wie müsste denn ein Überfall mit Narkosegas aussehen?
Die Täter müssten sowohl in wohnmobiler Technik als auch in Medizin mehr als allgemeine Kenntnisse haben. Das Wohnmobil selbst dürfte keine geöffneten Dach- oder sonstigen Fenster haben, sondern müsste eigentlich hermetisch dicht sein – was schon bauartbedingt nie der Fall ist. Ohne mechanische Beschädigung (die eigentlich Geräusche verursacht, die ein Einbrecher gar nicht mag) wäre es nicht möglich, ein Narkosegas einzuleiten.
Den Tätern müsste annähernd exakt bekannt sein, wie groß das Volumen innerhalb des Wohnmobils ist und wie viel die Insassen wiegen. Da beginnt das Dilemma. Was ausreicht, einen 100-kg-Mann in Tiefschlaf zu versetzen, könnte für ein Kleinkind tödlich sein. Einbrecher scheuen mehrheitlich Gewalt wie der Teufel das Weihwasser. Sie gehören nicht zu der Spezies, die Tote billigend in Kauf nimmt.
Ein Beispiel, wie der Einsatz von Narkosegas gründlich daneben ging: Man darf getrost unterstellen, dass Spezialeinsätzkräfte der Polizei auch in Russland nur Profis beschäftigen. Als am 23.10.2002 tschetschenische Terroristen mehr als 800 Besucher eines Musical-Theaters in Moskau in ihre Gewalt brachten, wurde Narkosegas eingesetzt, um die Täter zu neutralisieren. Das Resultat: 128 Menschen starben, die meisten durch eben dieses Gas (mutmaßlich Halothan), das die Polizei während der Befreiung einsetzte. Eigentlich sollten die Täter nur eine Vollnarkose bekommen …
Klassische Narkosegase, die in der Humanmedizin Verwendung finden, sind nicht billig, Xenon sogar sehr teuer. Sevofluran bedarf wie alle anderen Narkosegase zur Anwendung spezieller Kenntnisse.

Angst vor Narkosegas war wirklich nicht der Grund, sich im Kosovo (2012) nachts KFOR als Nachbar zu suchen.

Angst vor Narkosegas war wirklich nicht der Grund, sich im Kosovo (2012) nachts KFOR als Nachbar zu suchen.

Nehmen wir dennoch an, Kriminelle würden mit Narkosegas arbeiten: Sie könnten nie wirklich sicher gehen, dass alle Schläfer im Wohnmobil wirklich das Bewusstsein verloren haben. Der oder die Täter müssten Atemschutzmasken tragen! Das An- und Ablegen der Masken erzeugt Aufmerksamkeit, die nicht gewünscht ist. Warum sollten arglose Schläfer für viel Geld mit hohem technischen Aufwand in einen Narkosezustand versetzt werden? Um ein iPad zu stehlen, das auf dem Schwarzmarkt nicht mal den Gegenwert des Gases erbringt?
Nein. Diebe und Einbrecher wollen den schnellen & möglichst gefahrlosen Erfolg – und mit ihrer Beute auf und davon! Diese Kriminellen wollen leichte Beute machen – nicht aufwändig zu Werke gehen müssen.
Ein Parkplatz auf einer Autobahn-Rastanlage bietet zwar durchaus gute Gelegenheit, ein Reisemobil aufzubrechen – aber eine professionelle Betäubung mit Narkosegas ist etwas ganz anderes. Es wäre schon sehr an den Haaren herbei geholt, wollte man annehmen, dass diejenigen, die es auf elektronische Geräte, Bargeld und Plastikkarten jedweder Art abgesehen haben, hochspezialisierte Narkose-Profis sind.
Wahr ist nur: Am häufigsten werden reisemobile Camper Opfer von Einbrechern. Diese verwenden alles Mögliche – nur kein Narkosegas.
Ich habe sowohl in Deutschland als auch in Spanien und in Polen mit Ermittlern gesprochen, die ein anderes Bild zeichnen. Schlafend im Wohnmobil bestohlen zu werden, hat ganz andere Gründe! Der häufigste ist bodenloser Leichtsinn nach Alkoholgenuss. Da wird dann schon mal vergessen, die Tür zu verriegeln. Dokumentiert sind europaweit auch (seltene!) Fälle, wo sogenannte k. o.-Tropfen zum Einsatz kamen, die arglosen Campern verabreicht wurden.
Nicht ein einziger von mir befragter erfahrener Facharzt für Anästhesie bejahte die Möglichkeit, dass Laien unter den mutmaßlichen Umständen erfolgreich mit Narkosegasen hantieren könnten! Der guten Vollständigkeit halber zurück zur Antwort des Bundeskriminalamtes:
„In den Jahren 1997 bis 2002 wurden Straftaten bekannt, bei denen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zahlreiche Diebstahls- und Raubdelikte zum Nachteil von Pkw-, Lkw- und Wohnmobilinsassen auf Park- und Rastanlagen begangen wurden.
Die Täter drangen in den Nachtstunden, während die Fahrzeuginsassen schliefen, mittels Aufstechen der Schlösser oder Herausnehmen von Scheiben in die Fahrzeuge ein und entwenden Bargeld, Ausweisdokumente, Euro-, Scheck- und Kreditkarten, Schmuck, Mobiltelefone und Elektronikgeräte. Die Geschädigten klagten teilweise am Morgen über gesundheitliche Beschwerden (Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen) und deuteten an, einen seltsamen Geruch wahrgenommen zu haben.
Konkrete Informationen über einen Nachweis Äther im Blut der Geschädigten liegen hier jedoch nicht vor. Ebenso konnten bisher lediglich in wenigen Einzelfällen bei Personenkontrollen oder Tatortaufnahmen Narkoseäther, Sprühdosen, Plastikschläuche oder ähnliche Gegenstände aufgefunden werden, die als Tatmittel in Betracht kommen.“

Ich wiederhole mich erneut: Gegen die meisten unterwegs lauernden Gefahren genügt der Einsatz des gesunden Menschenverstands sowie aller geschärften Sinne! Wer es dennoch nicht lassen kann: Gasalarmwarner und Kombi-Alarm Compact.

48 thoughts on “Das Narkosegas-Märchen

  1. Leider muss ich schreiben das 2 bekannte mit Schlafgas überfallen worden sind.
    Die einen in Südfrankreich Rastplaz Meze. Sie haben einen Hund dabei gehabt und trotzdem wurden sie ausgeraubt im Wohnwagen. Der Hund hat später erbrochen und die Beiden waren Hundemüde am Morgen. Ohne Alkohol.
    Das andere Paar war mit einem Campinbus mit 3 Hunden in Rastatt Autobahnraststätte auf dem Parkplatz überfallen worden. Alle haben geschlafen.

    • Ja ja das war klar, das gleich einer kommen muss, der den Zeige Finger hebt und jemanden kennt dem das passiert ist! Das ist doch sowas von lächerlich und unglaubwürdig, schlimmer geht es nicht!! Gelle Gerry, also erzähl hier nicht solch Müll!!! Immer nur kennt wer wenn dem es passiert sein soll, aber keine wirklich Nachweis bar betroffener hat sich jemals dazu geäußert!!

      • Also den den ich kenne, dem glaube ich zu 100% !!! Der bin nämlich ich selber.
        Auch wir wurden vor 3 Jahren in Frankreich (Rastplatz Montepelier) mit Gas betäubt, meine Frau hatte den ganzen Tag danach Kopfschmerzen, unser Hund konnte nicht wirklich auf drei Beinen stehen … ist beim pinkeln immer umgefallen.
        Die Polizeibeamten die den Raub aufgenommen haben, sprachen von ganz normalem Vorgehen der Räuber (Banden aus Südamerika). In der Nacht wurde auf dem Rastplatz mehr als 50 Wohnmobile ausgeräumt, immer nur die Fahrerzelle. Später wurde bekannt, dass sie es nur auf Bargeld abgesehen haben … alles andere was aus den Fahrzeugen entwendet wurde fand sich 2 Tage auserhalb des Rastplatzes auf einem Zufahrstweg … aber 800 € waren es schon allein bei uns!
        Also nicht immer alles als Lüge hinstellen!
        Sei erstmal selbst betroffen …. nee, das wünsche ich Dir dann doch nicht!

        • Zieht das mal nicht so ins Lächerliche! Von den Banden aus Südamerika habe ich nämlich auch schon gehört! Dabei soll es sich um hochqualifizierte Fachleute handeln, hauptsächlich arbeitslose, brasilianische und argentinische Anästhesisten, die ihr Arbeitsgebiet nach Europa verlegt haben. Ich frage mich jetzt nur, warum die so einen weiten Weg in Kauf nehmen. Gibt es auf ihrem Kontinent nicht genug Wohnmobile oder sind schon alle mit Narkosegaswarnern ausgerüstet?

        • Hallo zusammen, dass „Märchen“ ist wahr!
          Meine Familie wurde in Narbonne, auf einer Rasttätte, in Frankreich, überfallen.
          Spuren des Gases waren an der Wohnmobiltüre zu sehen. Dieses Gas ist flüssig und hat eine gelbliche Orange ähnliche Farbe. Der unbekannte Mann brach von außen die Türe auf, mein Sohn 15 j und mein Mann schliefen direkt am Eingang, sie waren betäubt!! Meine Töchter 13 und 17 j schliefen im hinteren Bereich. Der Unbekannte Mann war wohl etwas in Eile oder nicht geduldig genug, denn meine Töchter waren nicht betäubt! Dieser Mann stand vor meiner jüngsten Tochter direkt am Bett, sie sah ihn, bekam Angst und schloss sofort ihre Augen. Meine 17 jährige wurde durch ein ungewöhnliches wackeln wach und sah diesen dunkel bekleidete Mann, der eine Kapuze trug. Sie sah, wie er Wertgegenstände in ihre Tasche packte, sie schrie so laut auf, dass auch Mein Mann endlich wach wurde. Mein Sohn bekam es nicht mit! Mein Mann war benommen und rannte ihm nach. Mein Sohn und auch mein Mann klagten über brennende Augen, Kopfschmerzen und Übelkeit! Der Unbekannte verschwand natürlich. Die französische Polizei unternimmt nichts, denn sie sind machtlos. Die Polizei weiß sehr wohl von diesem Gas, sie haben auch Fotos gemacht. Ich bin Gott froh, dass meine Familie am Leben ist!!

        • Blablabla
          …weiß du was das zeug koste?? Ne und wahrscheinlich warst du und deine frau vom vorabend noch besoffen und hast deine Brieftasche verloren, aber wen du das so der Versicherung mitteilst bekommst du keinen Pfennig. Da ist es einfacher ,das mit dem gas zu erzählen….. Oder einfach nur mitreden wollen

          • Michale, wenn Personen sich trauen in ein Womo/Womo einzubrechen, trauen sie sich auch in eine Arztpraxis oder Apotheke oder Großhandel einzubrechen und dann kostet das „Zeugs“ überhaupt nichts 😉
            Und bitte höre auf dich mit abfälligen Bemerkungen über Leute lustig zu machen.
            Jemanden zu Respektieren hat noch nie jemanden geschadet.
            Du bist doch sicher kein 5jähriges Kind, dass wenn es überfordert ist versucht, das mit „Blablabla“ zu verschleiern 😉

          • will mich nicht anuf dein Komentar gross ausslassen . Finde deinen Beitrag zur Sache nur sehr schlimm und beleitigend
            ba pfui

      • Warum immer gleich so aggressiv? Wir vermieten Wohnmobile und habe jedes Jahr den einen oder anderen Mieter welcher so überfallen wurde. Seit wir Gaswarner installiert haben, hat sich das Problem weitestgehend erledigt.

    • Der Freund eines Kollegen, dessen Cousin, der hat einen Nachbarn und dessen Tochter hat das aber auch gehört
      Ich verfolge das Thema auch seitdem wir mit dem Womo unterwegs sind. Ich bin in verschiedenen Womo-Foren, wo auch immer heiß diskutiert wird. Noch NIE hat sich jemand gemeldet und gesagt: „Mir ist es passiert! Hier ist die Kopie der Anzeige.“
      Aber jede Menge: ich kenne jemanden.

      • Dann mach ich das jetzt.
        Wir sind nachts auf einer Raststätte auf der Autobahn im Wohnwagen ausgeraubt worden.
        Ich weiß nicht warum so viele schreiben, dass sei mit Gas nicht möglich.
        Fakt ist, wir sind gegen 23:00 Uhr ins Bett gegangen. Tür und Fenster verriegelt. Nur die Dachluke einen Spalt geöffnet. Vom Einbruch haben weder meine Frau noch ich etwas bemerkt. Als ich dann gegen 10:00 Uhr Morgens wach geworden bin, war mir ziemlich schlecht und schwindelig. Ich habe mich noch gewundert, dass es schon so spät war. Denn normalerweise kann ich auf Raststätten nicht länger wie bis ca. 6 oder 7 Uhr schlafen. (Weil es einfach zu laut ist) Dann haben wir festgestellt, dass die Tür offen stand. Nach Überprüfung unserer Sachen stellten wir fest, das alles durchwühlt war. Geld, Smartphone und einiges an anderen nicht so wichtigen Sachen wurden geraubt.
        Ich weiß nicht wieso es uns so schlecht ging. Übelkeit Benommenheit und Unsicherheit beim gehen? Jetzt antworten wieder die, die dann sagen man sollte halt nicht so viel trinken. Aber da meine Frau und ich nicht getrunken haben, können wir beide uns keinen anderen Grund als Gas für diese Situation vorstellen. Von mir aus kann jeder denken was er will, ich weiß aber was mir passiert ist.
        Jeder der noch nicht in den Genuss eines solchen Überfalls gekommen ist, sollte dankbar dafür sein. Fest zu stellen das es „nicht möglich“ sei, sondern nur alles dummes Gerede ist aus meiner Sicht nicht besser wie „ich habe gehört“. Jemand der sich so äußert dem wünsche ich jetzt doch auch mal einen netten Besuch vom Gasmann, dann kann er oder sie mitreden. Übrigens kenne ich einen weiteren ausgeraubten. Den traf ich bei der Polizei. Bei der Meldung des Vorfalls. Welch ein Zufall, stand er doch auf der selben Raststätte wie wir.
        In dem Sinne, gute Fahrt und lasst euch nicht ausrauben.
        Sind sowieso alles nur Gerüchte.
        Wir übernachten jedenfalls seit dem, nur noch auf Campingplätzen.

        Gruß Jörg

        • D A N K E, Jörg,

          nein, WIR kennen nicht jemanden, der jemanden kennt, dessen Tante gehört hat, …

          Nein.
          Uns PERSÖNLICH ist es passiert:

          2013
          Auf einem Autobahn-Rastplatz oberhalb der Côte d’Azur.

          3 Erwachsene
          1 Schäferhund
          1 Labrador
          KEIN Alkohol.

          Am nächsten Morgen

          Benommenheit.
          Alle Schränke und Klappen offen.
          Handys und Taschen weg – samt Geld und Ausweisen.

          LASS DIE ANDEREN REDEN….

    • Also Leute, hier scheint mir doch die Gasalarm-Lobby am Werk zu sein. Keines der Opfer schreibt, wie die Täter entweder das schlimme Gas eingeleitet haben könnten oder ob die Türen aufgebrochen waren. Oder mit Chloroform, so einfach geht das nicht. Ich bin selbst damit schon betäubt worden für eine Operation, und kann mich gut erinnern, dass es im ersten Versuch des Anästhesisten bei mir totale Panik auslöste. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass man beim Einatmen von Chloroform nicht aufwacht. Und „Hundi“ wäre davor längst am Bein des Einbrechers gehangen. Also, etwas mehr Detail braucht es schon um mich zu überzeugen.

      Und viel Bargeld hat man nicht da wo jeder drankommt, also bitte!

      Von einem Bekannten weiss ich, daß Südfrankreich wirklich schlimm sein soll, ihm hat einer ein Fenstergummi rausgepult, beim Entfernen der Scheibe hat er dann Geraüsche gemacht und musste aufgeben.

      Meine Nachbarin wurde Opfer der Reifenanstecher: Am Rastplatz machen sie ein kleines gutdosiertes Loch in einen Reifen. Sie fahren dir dann hinterher, irgendwann hast du einen Platten auf der Autobahn. Dann sind sie zur Stelle und bieten ihre „Hilfe“ an.

      Meine Erfahrung war ein Überfallsversuch am hellichten Tag, natürlich in Südfrankreich. Ich war allein auf einem Parkplatz. Der Täter lockte mich zu seinem Auto und winkte mit einer Landkarte, während der Beifahrer ausstieg und so tat, als ginge er pinkeln, um sich dann von der anderen Seite an meinen Bus heran zu pirschen, was ich bemerkte und mich schnell verpisste.

      Seither: Nie mehr allein auf Parkplatz, nie mehr Rastplatz, schon allein wegen des Lärms laufender LKW-Motoren. Es gibt in jedem Kaff ein Sportzentrum mit Parkplatz, oder das schon erwähnte Wohngebiet. Auch der Marktplatz ist oft geeignet, z.B. in Pont-St.-Esprit.

      Ja, und die Polizei hilft dir vielleicht, wenn du in Unterhosen da ankommst.
      Ansonsten helfen sie eher den Einheimischen, die WOMO-Schüsseln zu vertreiben, die jedes Jahr die Landschaft ruinieren und vermüllen.

      Also, viel Spaß noch unterwegs.

    • Ich hätt denn gern gewusst ob irgendjemand einen Gaswarner an Bord hatte, überfallen wurde, und ob derjenige dank des Gaswarners verschont geblieben ist?

  2. Uns hat es in Südfrankreich erwischt.
    Das ganze hatte ein Vorspiel. Wir besichtigten die Stadt Arles und hatten mitten in der Stadt an einer Mauer geparkt mit vielen anderen Autos. Als wir zu ück kamen hatten wir ein durchwühltes Wohnmobil und etliche Dinge waren heatohlen worden. Wir erstatteten Anzeige bei der örtlichen Polizei. Wir würden von dem Diensthabenden Polizisten gefragt wohin wir denn nun fahren würden und wir sagten: Richtung Italien! Da mit meiner Tasche auch Medikamente gestohlen worden waren mussten wir eine Apotheke aufsuchen in einem Einkaufszentrum wo wir auch noch andere Dinge einkauften. Dann, es war inzwischen schon dunkel geworden, machten wir uns auf den Weg Richtung Autobahn. Wir parkten auf dem ersten Rastplatz auf dem bereits viele andere wohnmobilisten ihr Nachtquartier aufgeschlagen hatten. Wir saßen noch recht lange beisammen und beobachteten einen Mann in Arbeitskleidung der die Mülleimer kontrollierte. Wir legten und irgendwann schlafen. Ich hatte meine Bauchtasche unter mein Bett geschoben. Als wir am nächsten morgen aufwachten, waren wir sehr benommen, die beifahrertür war geöffnet und der Autoschlüssel lag draußen. Alle anderen wohnmobilisten waren inzwischen abgefahren. Es hat eine Weile gedauert, ehe wir realisiert hatten, dass Man uns nun den Rest geklaut hatte, den man am Nachmittag zuvor nicht bekommen hatte, da wir es mitgenommen hatten. Im Nachhinein kam und das Verhalten des Polizisten in Arles und auch der Polizisten die wir auf der Autobahn gerufen hatten sehr merkwürdig vor. Die autobahnpolizei wollte unsere Ausweise auf dem nächsten Rastplatz gefunden haben. Wir können uns vorstellen, dass es unter den Polizisten unter Umständen korrupte Beamte gibt, denn der Zufall zwei mal Opfer zu werden innerhalb von 24 Stunden erscheint doch recht unwahrscheinlich. Dass es sich um ein Gas gehandelt haben muss, haben wir außer durch den unsere Benommenheit auch dadurch gemerkt, dass unser Sohn, der Asthmatiker ist, viele Tage unter extremen Husten- und Luftnotattacken gelitten hat. Wir werden niemals mehr außerhalb von Campingplätzen übernachten. Unsere Türen sind jetzt zusätzlich gesichert und wie haben ein Gaswarngerät. Allen Ungläubigen sei gesagt, seid froh wenn euch sowas nicht passiert, man braucht lange, bis man das verarbeitet hat.

  3. Wir haben auch immer gesagt so ein Blödsinn bis es uns dieses Jahr Pfingsten in Südfrankreich auf einem Autobahnrastplatz selbst passiert ist. Natürlich wollten wir Anzeige erstatten und mit uns 7 weitere Wohnwagen und Wohnmobile aber die Polizei hat es nicht interessiert. Sie taten so al könnten sie weder englisch noch deutsch und von uns allen leider keiner Französisch und nach ca. 30 Min. fuhr die Polizei grinsend davon. Merkwürdigerweise wurde Allen nur Bargeld und Kreditkarten gestohlen. Laptop, Smartphone, alles noch da. Alle waren benommen und hatten einen rauhen Hals und alle haben wir viel länger geschlafen als wir wollten. Da wir erst nachmittags loskönnen und bis Mitternacht oder länger fahren fällt ein Camping für uns flach. Also parken wir in Zukunft wieder in einer Stadt, beleuchtet und versuchen noch vorsichtiger zu sein als bisher. Ein mulmiges und ängstliches Gefühl bleibt leider erhalten und Frankreich ist kein Urlaubsland mehr für uns. Durchfahren müssen wir leider nach wie vor.

  4. Ein ganzes Wohnmobil mit Narkosegas zu füllen ist unmöglich.
    Möglich wäre nur, nach einem nächtlichen Eindringen ins Wohnmobil, jeden einzelnen Insassen mit einem Chloroform-Lappen zu betäuben und dann Wertgegenstände zu entwenden.
    Was hilft?
    Alarmanlage scharf schalten auch während der Nacht.
    Nicht dort übernachten wo schon viele Wohnmobile stehen, das lockt die Eindringlinge an.
    Stattdessen einen ruhigen Parkplatz in einem Wohngebiet zum übernachten aufsuchen.

  5. Was ist nun wahr?
    Gaswarner-Lobby, Campingplatz-Lobby oder ein Andreas Kühn u.ä. die um Klicks und Geltungsdrang bemüht sind?
    Mir isses noch nicht passiert aber wie wäre denn die Variante:
    Schraubenzieher unters Klappfenster schieben, Schlauch durchstecken, Abgase (z.B. vom Auto) reinleiten? So bringen sich auch Leute selbst um.
    Ne Flasche Gas im Netz bestellen ist auch nicht so die Action. Einmal drinnen kann man den Leuten auch ne Lappen mit Äther aufs Gesicht drücken.
    Nur so frei erfundendene Möglichkeiten aber gar nicht so abwegig oder?!

    Ich frage mich warum man extra so nen langen Artikel schreibt um Leute von einem „Märchen“ abzubringen. Gibts nix wichtigers zu berichten?
    Fühlt sich da jmd. so berufen vor 50€ verschwendetem Geld zu warnen?

    Grüße,
    Groschinger

  6. Ob es möglich ist, als unerfahrener Einbrecher seine Opfer fachgerecht zu narkotiesieren ist die eine Sache, die andere ist die, ob denn die Gaswarner alle Gase aufspüren, die zum Narkotisieren geeignet sind.
    Das einzig richtige scheint mir zu sein, nicht auf irgendwelchen Plätzen an irgendwelchen Orten zu nächtigen! Das gilt nicht nur für Südfrankreich, inzwischen gibt es nachweislich auch osteuropäische Banden, die in Deutschland die Autobahnparkplätze heimsuchen.
    Diesen Osteuropoäern ist es egal, ob jemand am eingeleiteten Gas stirbt, die wollen nur das schnelle und einfache Geld. Ob da „fachgerecht“ oder lebensgefährdend narkotisiert wird, ist doch denen egal. Dass bisher Gas nicht nachgewiesen wurde, liegt doch am ehesten daran, dass darauf noch nie richtig untersucht wurde. Wie denn auch, nach 6 Stunden ist im Blut des narkotisierten nichts mehr nachzuweisen (wenn er überlebt hat), im Urin ist vielleicht noch was zu finden, aber nach zwölf Stunden ist es auch da vorbei. An alle, die selbst betroffen waren: Hat man denn bei Euch Blut- und Urinproben genommen und untersucht? Wärt Ihr denn dazu bereit gewesen, selbige bei der Polizei abzugeben? Kostet ja auch Zeit… Und die meisten Polizisten denken doch gar nicht daran, die Beweise derart zu sichern und Blut untersuchen zu lassen.

  7. Ich wurde genau wie Jörg am 5. August auf dem gleichen Platz ausgeraubt. Ich hatte die selben Symptome und es fehlte nur Bargeld von 3 Börsen. Die Kreditkarten und übriger Inhalt liesen sie liegen. Es stimmt mich einfach nachdenklich, das und all die Besserwisser faktisch als Betrüger hinstellen.
    „Nicht alles was sich schwer erklären lässt, ist zwangsweise gelogen oder Einbildung!“

    • Man liest immer das selbe (Rastplatz) in einem fremden Land geht man doch nicht auf einen Rastplatz. Die Sicherheit sollte mir wichtiger sein dann geht man auf einen Campingplatz OK kostet was aber das sollte es mir wert sein

  8. Hallo, ich bin auf der Suche nach dem „besten“ Gaswarner zufällig auf diese kontroverse Diskussion gestoßen. Ich halte es zwar für sehr unwahrscheinlich, aber nicht für ausgeschlossen, und daher werde ich auf jeden Fall so ein Gerät in unserem Auto installieren.

    Kann mir einer sagen, welche Geräte besonders gut geeignet sind bzw. welche Gase denn nun genau detektiert werden sollten? Man liest immer nur „…warnt vor Butan/Propan, CO und (sehr verallgemeinernd) „K.O.-Gasen.“ Welche sind das denn? Chemische Bezeichnung oder Handelsname? Wenn man sich die kompakte Bauweise und den geringen Preis solcher Geräte (um 100,- Euro) ansieht, kann man sich kaum vorstellen, dass da eine komplette elektrochemische Refraktionsanalyse wie im Labor durchgeführt wird… das muss doch irgendwie anders funktionieren, z.B. über Transmission oder Aerosoldichte ähnlich wie bei Rauchmeldern, und dann kommt natürlich die Frage wie in so einem Fall die Toxizität unterschieden werden kann… kann mir das irgendwer etwas genauer erklären wie das funktioniert?

    Danke! Gruß, E. Mach

  9. Hallo miteinander
    Ich bin selber NarkoseArzt und möglich wäre mit zum Beispiel 1 Mischung aus lachgas und Sauerstoff Da mann nicht tiefe Narkose sein muss.

    • Ein Narkosearzt der keine Rechtschreibung beherrscht? Sehr glaubwürdig, so wie viele andere seltsame Kommentare hier. Welche Interessen hier vertreten werden ist mir schleierhaft. Wir übernachten seit Jahren regelmäßig auf großen Raststätten in Frankreich und Spanien. Uns wurde bisher weder der Wohnwagen, noch das Zugfahrzeug aufgebrochen. Ob es einfach nur Glück war, oder ob es an unseren Hunden lag, kann ich nicht beurteilen.
      Ach ja, wem auf die Schnelle mal eben 800,- Euro geklaut werden, sollte sich mal Gedanken machen ob der Aufbewahrungsort der Wertsachen evtl. verbesserungswürdig ist.

  10. Dumme Beiträge sind hier wenig hilfreich. Wer Gasüberfall in Abrede stellt, ist wenig in der Welt herumgekommen. Allen wäre eine heile Welt lieber, als sich mit dem Thema Gasüberfall zu beschäftigen. Wir können nur dringend dazu raten, alles was eben möglich ist, in mobile Sicherheit zu investieren.
    Wir wurden im November 2016 auf der Anreise zu unserem Überwinterungsplatz in Spanien bei Valencia auf einem gut besuchten und gut beleuchteten Autobahnrastplatz auf einer Mautstrecke in der Nähe von Dion in Frankreich Nachts mit Gas überfallen. Um 24.00 Und sind wir schlafen gegangen. Als wir um 5.30 Uhr wach wurden, stand die Wohnwagentüre auf. Alles Bargeld und alle Kreditkarten waren entwendet. Schränke und Stauräume waren ALLE durchsucht. Schmuck war entwendet. Mit den Autoschlüsseln die im Wohnwagen lagen wurde der PKW geöffnet und durchsucht. Einen Teil der Kleidung wurde zum Durchsuchen mit in den PKW genommen.
    Die Autoschlüsseln fanden wir später auf der Wohnwagendeichsel. Telefone, Tablett und Notebook hat man uns gelassen.
    Wie man uns erklärte, sind solche Überfälle mit Gas an der Tagesordnung im südlichen Frankreich. Durch Banden bestens organisiert. Dafür kommt noch nicht einmal die Polizei raus !
    Wir mussten zum nächsten Gendarmerie Posten, ca. 10 km fahren, um hier unsere Anzeige zu machen. Zum Glück sprach einer der Beamten etwas Deutsch, was das Prozedere vereinfachte. Das ganze dauerte ca. Zwei Stünden, in einer sehr hilfsbereiten Atmosphäre. Wir standen anschließend hier mit halb vollem Tank, ohne einen Cent Geld.
    Da helfen alle (klugen)Sprüche wenig.
    Für unsere Rückreise, und für weitere Reisen, haben wir hier vor Ort für unsere Sicherheit vorgesorgt. In den Chinaläden ist es in Spanien einfach, sich abzusichern. UNSER EINBRUCHALARM sieht so aus: Als Türalarm haben wir einen Bewegungsmelder an die Türe geklebt (3.00 €). Innen, gegenüber der Türe einen Bewegungsmelder mit Sender. Den gleichen Sender auch von aussen über der Eingangstüre. Im Wagen einen Gasmelder von Waeco in bettnähe. Über einen Schalter am Bett können wir bei Alarm zusätzlich eine Warnlampe ( Stroboskopblitz Warnlampe auf dem Wohnwagendach, in Kombination mit einer Sirene ( Im Gasstauraum über einer Bodenöffnung) manuell einschalten.
    Der Gaswarner spricht auf alle gängigen Gase, auch Betäubungsgase an.
    Die Kosten halten sich in Grenzen. Das aufwändigste ist die kabelverlegung für die Blitzlampe.
    Aus unserer Erfahrung können wir nur dringend raten sich entsprechend zu organisieren. Da solche Gasüberfall durchaus auch in Deutschland üblich sind. Für viele Brummikapitäne ist ein Gaswarner Standardausrüstung. Wichtig ist, Möglichkeiten zu schaffen, sich selber zu helfen. Für den Fall eines Alarms, nicht von sofortiger Hilfe durchNachbarn rechnen. Die schließen dann lieber noch einmal Rum, damit sie selber verschont bleiben. Bei einem Überfallverdacht am besten solange es möglich ist die POLIZEI rufen.
    Wir wollen keine Panik verbreiten, aber alle unterwegs müssen akzeptieren, das unsere Welt unterwegs unsicherer geworden ist.

    Guter Rat ist billig. Der Rest ist nur etwas nachdenken und gesunder Menschenverstand.

    Allen die auf Achse gehen wollen, eine schöne Reise ohne Probleme und eine gesunde Heimkehr.

    Wilfried und Siggi
    Guter Rat ist billig.

  11. Ich will hier nicht behaupten, dass „Gasüberfälle“ nicht möglich sind. Aber eines ist sicher: Sie sind im Campingbereich noch NIE nachgewiesen worden. Obwohl in Bayern extra eine vielköpfige Sonderkommision (Soko „Zugvogel“) jahrelang dieser Frage nachgegangen ist. Auch bei anderen Polizeidienststellen liegen dazu keine Erkenntnisse vor. Vor 2 Jahren soll es in Brandenburg eine regelrechte Welle dieser Überfälle gegeben haben – mit angeblicher Bestätigung durch die Polizei. So schrieben es verschiedene Journalisten voneinander ab.
    Auf spezielle Nachfrage bestritt die offizielle Polizeisprecherin Brandenburgs dass Erkenntnisse bezüglich Gasgebrauch vorlägen. Die Täten waren inzwischen auch gefasst – keine Spur von Gasgebrauch. Auch der ADAC musste nach anfänglichen Behauptungen zugeben, dass es nirgendwo beweisbare Gasüberfälle gegeben habe.
    Auch die Vereinigung britischer Narkoseärzte hält Gaseinsätze in der behaupteten Form für nicht möglich.
    Außerdem:
    Es gibt nur ein einzige „Narkosegas“: Lachgas. Doch ausgerechnet dieses führt NICHT zu einer Narkose, sondern „nur“ zu einem verringertem Schmerzempfinden. Und dies erst unter großen Mengen: 70% des Wohnwageninhaltes müssten durch N²O ersetzt werden.
    Die übrigen für eine Narkose anwendbaren Mittel sind Flüssigkeiten, die für ihren Einsatz aufwendig verdampft werden müssen. Meist sind sie auch hochexplosiv . Wie oft ist bei einem Raubversuch schon ein Wohnwagen in die Luft geflogen??
    Noch ein Punkt: Warum hat es noch nie Tote bei diesen Überfällen gegeben, wie sie in den Kliniken jedes Jahr trotz optimaler Überwachung vorkommen.
    Bei einem Betäubten rutscht die Zunge nach hinten, in Rückenlage erstickt man leicht. Außerdem kommt es sehr leicht zum Erbrechen: Die vielen Toten in Moskau sind meist an ihrer Zunge oder an Erbrochenem erstickt.
    Und als letztes: Fragt mal einen Hersteller von Gaswarnern, auf welche Narkosegase denn ihre Geräte kalibriert sind. Ihr werdet keine Antwort bekommen.

    • Genauso sieht es aus. Ich muss ihnen da völlig Recht geben. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle Berichte hier von Mitarbeitern der Warnmelder-Hersteller stammen, ist grösser als echte Gasüberfälle. Das sind ja teilweise haarstreubende Geschichten hier. Gelbes, flüssiges Gas, Schlafgas usw… Unglaublich diese Geschichten.

  12. Warum steuert ihr keine Campingplätze an? Jeder weiß das Rastplätze nicht sicher sind wenn euch Sicherheit soviel wert ist geht auf Campingplätzen!

  13. Wir schlafen NIE auf Raststätten, sehr selten auf Campingplätzen, ab und zu mal auf offiziellen Wohnmobilstellplätzen der kleinen französchen Gemeinden – aber sehr oft in freier Natur,
    meilenweit von jeder menschlichen Ansiedlung entfernt – dort wo die Straße schon nicht mehr als Straße zu erkennen ist.
    Da sucht und findet uns niemand.
    Insbesondere keine Gauner, die schwere Gasflaschen und voluminöse Verdampfungsgeräte mit sich rumschleppen müssen.

  14. Zunächst einmal wollen die Täter nur in Ruhe bei ihrer „Tätigkeit“ nachgehen. Hier geht es nicht um eine Narkose im Sinne von Schmerzfreiheit, sondern betäuben. Die Täter wenden das Gas, so absurd es klingt, auch zum Schutz aller Beteiligten an. Niemand wird erkannt… Das mit Gasen Überfälle durchgeführt werden ist nun wirklich unstrittig. Ich bin seit 22 jahren im Speditionsgewerbe tätig davon die Hälfte selbst gefahren. In unserem überschaubaren Fuhrpark erleben wir es so ca. einmal im Jahr. Einige der Fahrer denken erst sie haben blöd geträumt dass da noch jemand in der Kabine war. Stutzig werden sie wenn die gewohnte Anordnung von Utensilien und Taschen verändert ist und Hebelspuren am Türschloß vorhanden sind. Telefone, Tablets etc. werden mitlerweile verschmäht. Bargeld und Kreditkarten zählen.
    Jeder muß für sich entscheiden ob ihm seine Sicherheit etwas mehr Aufwand im Alltag Wert ist. Da Campingplätze für LKW eh tabu sind und auch für die meisten Camper zum erreichen des Zielgebietes beim zügigen vorankommen Campingplätze nicht immer möglich sind, ist ein Gasalarm ein guter Baustein in der Sicherungskette. Original verbaute Alarmanlagen sind aufwendig, fehlerbehaftet und die Technik dem versierten Täter (weil Großserientechnik)
    vertraut. Individuelle Lösungen wie Wilfrieds China-Alarm, aber auch zusätzliche Verriegelungen oder vorbereitete Spanngurte lassen Einbrecher schnell zum nächsten Opfer weiterziehen. Die haben nicht so viel zeit zum tüfteln. Natürlich sollte auch ein „Safe“ Standard sein. Nicht allzu sichtbar angebracht und fest verschraubt, fliegen hier zum Tagesende einfach alle für wertvoll erachteten Gegenstände rein. Kommt dann doch jemand bis rein kann er gern die Schränke ausräumen…
    In diesem Sinne Conrad

  15. Hallo soeben auf Rastplatz bei Annecy zw 23.30 und 900 Uhr ausgeräumt worden. Nur Geld und Handy weg , Tür stand auf! Vorher alles abgeschlossen kein Alkohol 3 Personen, morgens lange nicht wach geworden ungewöhnlich an Autobahn !!! Für Frühsufsteher! Vertreibe keine Gaswarner!

    • klar…und dann geht man direkt nach dem Überfall hier auf die Seite und schreibt einen Beitrag. Man hat nach so einem Erlebnis bestimmt andere Sorgen.

      FAKE!

  16. Was sagt eigentlich die französische Polizei, die im Süden des Landes ihren Dienst versieht? Warum ist es der Polizei nicht möglich, diesen Einbrecherbanden das Handwerk zu legen, zumal ja die Machart und die Orte wo diese Überfälle stattfinden seit Jahren die gleichen sind? Partizipieren evtl. einige Polizisten an diesen Aktionen? zumal die Hilfsbereitschaft der Polizei für die Ausgeraubten sich in Grenzen hält. Und letzte Frage, sind es eigentlich immer Touristen und LKW Fahrer die beraubt werden oder auch Franzosen selbst. Wäre doch interessant, wenn es Leser gäbe, die zu diesen Themen etwas sagen könnten.
    Und noch ein kleiner Nachtrag zu meinem Artikel weiter oben: die französische Polizei, die wir gerufen hatten, hat uns gegenüber bestätigt, dass es bekannt sei, dass diese Überfälle mit Gas verübt würden…..!!!

  17. Nun wäre es doch mal interessant zu erfahren, ob bei einem Wohnwagen / Wohnmobil mit Narkosegaswarngerät, es einen Versuch oder einen Einbruch gegeben hat.

    Dann wäre ja bewiesen, dass zumindest nicht immer Gas im Spiel ist.

  18. Also ich bin mit Gas noch nie überfallen worden und hoffe auch, dass es nie dazu kommt.
    Aber ein Hausarzt und ich haben einmal ein Narkosegaswarngerät getestet, wo beim Womo (Weinsberg Meteor 501 das wohl kleinste Alkoven-Womo das es gibt) alle Türen und Fenster geschlossen waren.
    Wir nahmen einen Teller, stellten ihn auf den Boden und schütteten Äther hinein.
    Das Gerät legten wir aufs Bett das in etwa 40cm hoch war und verschlossen danach die Türe.
    Nach nicht einmal 10min ging der Alarm los.
    Was vielleicht noch zu erwähnen wäre, dass unser Gerät sehr empfindlich ist und schon losgeht wenn mal einer zu viel Rasierwasser aufgetragen hat.
    Ich weiß natürlich nicht wie intensiv das Gemisch sein muss, damit man dann auch wirklich betäubt ist.
    Bis zum Alkoven würde es wohl am längsten dauern, bis es so weit hochsteigt.
    Aber ob Dachluken geöffnet sind oder nicht, spielt keine Rolle, da Narkosegas und natürlich auch Äther ein wenig schwerer ist als Luft.
    Vielleicht wäre ja sogar eine Klappe oder eine gute Öffnung in der Bodenplatte ideal, da dann Narkosegase einfach ausrinnen würde und es niemals in die Höhe eines Schlafenden kommen könnte 😉

    • Hallo H.C.

      welchen Gasmelder oder Warner habt ihr verwendet bzw. getestet?

      Wir fahren demnächst auch mit dem Womo länger und wollen trotz der hier vertretenen Meinungen zum Thema lieber auf Nummer sicher gehen. Daher möchte ich fragen, welchen Melder/Warner und welches Gas ihr bei eurem Test verwendet habt.

      Gruß Titus

    • Angela
      „Wir nahmen einen Teller, stellten ihn AUF DEN BODEN und schütteten Äther hinein.
      Das Gerät legten wir AUFS BETT, das in etwa 40cm HOCH war und verschlossen danach die Türe.
      Nach nicht einmal 10min ging der Alarm los.“
      Und ein paar Zeilen später:
      „Aber ob Dachluken geöffnet sind oder nicht, spielt keine Rolle, da Narkosegas und natürlich auch ÄTHER EIN WENIG SCHWERER SIND ALS LUFT.“
      Mit was für einem Gasgemisch, das schwerer als Äther ist, hattet ihr denn den kleinen Weinsberg-Meteor vorher befüllt? Normale Luft kann es ja wohl nicht gewesen sein, wenn der Äther 40cm nach oben aufs Bett gestiegen ist?

  19. Hallo erst mal,
    wie soll ich beginnen. Nun ja, wer sich auf die Aufzeichnungen der Polizei beruft, der sollte sich nicht wundern, wenn diese, ich will sie mal Studie nennen, komplett wertlos ist.

    Alle Überlegungen wie teuer doch nun das Betäubungsgas ist oder wie unwarscheinlich es doch sei das man mit Betäubungsgas ausgeraubt wird sind alles nur Spekulaionen. Das kann jeder, hätte, wäre, wenn.

    Dagenen steht die Anzahl derer denen das passiert ist. Da gibt es nun einige Hohlköpfe die dann hier auch noch ihren“Senf“ dazu geben müssen und meinen man hätte am Abend zuvor zu viel getrunken. Hirnlose Spinner!!!

    Tut mir leid, aber wer solch eine Studie verfasst, der hat in seinem Leben nur immer an das geglaubt was ihm selber passiert ist. Das bedeutet ganz einfach, der Horizont der Verfassers dieses Artikels ist trotz seines Alters nicht allzuweit fortgeschritten, denn das was er selber noch nicht erlebt hat existiert für ihn nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    F. Schulz

  20. Ich lach mich tot. Da schreibt einer, dass er und 50 weitere Womo in derselben Nacht ausgeraubt wurden. Da wurde also mit einer wohl grösseren Truppe ein Lastwagen an Narkosegas herangekarrt und dann Womo für Womo eingeschläfert. Ah, nein, die schliefen schon. Leute, die meisten Einbrüche erfolgen durch die Fahrerhaustüre, weil sie auch in abgeschlossenem Zustand überhaupt keine Sicherheit bieten. Völlig lautlos zu öffnen.
    Viele Menschen könnten schlafend weggetragen werden, wir hatten letzten November Nachts um 2 Uhr einen Informatikausfall und mussten Mitarbeiter aufbieten. Einer ging nicht ans Telefon, daher fuhren zwei Kollegen bei ihm vorbei. Trotz Klingeln und klopfen wurde der Kollege nicht wach, lediglich alle anderen Einwohner.
    Fazit, die meisten Diebstähle und Einbrüche erfolgen lautlos und schnell. Einige werden unter vorheriger Verabreichung von KO Tropfen verübt und einige unter Anwendung von Gewalt. Betäubung ist noch nie nachgewiesen worden und gehört zu den Geschichten mit den Einhörnern.
    Fragt euch mal, warum die Türen nach einem Einbruch jeweils offen stehen. Weil eine Fahrzeugtüre nicht leise geschlossen werden kann, im Gegensatz zum Öffnen. Falls aber die Insassen betäubt wären, würde es wohl egal sein, wenn man die Türen zuknallt.

  21. Hallo Zusammen,

    die Diskussion hier im Forum ist ja interessant zu lesen, K.O. Gas gibt es nicht, wenn es so was gäbe vieeeelzu teuer, zu kompliziert in der Anwendung, Explosionsgefahr…..
    Also nur mal so von mir als Bäcker (andere hier sind ja Narkosearzt oder Leitender Beamter bei ner Sonderkommision die zufällig gerade daran Arbeitet)

    Narkosegas (XY) 300ml bei Amazon 8,70€ (ausreichend für 1-3 Wohnmobile)

    Explosionsgefahr bei überlegter Anwendung sehr klein (Der Explosionsbereich liegt zwischen 1,7 Vol.‑% (50 g/m3) als untere Explosionsgrenze (UEG) und 39,2 Vol.‑% (1210 g/m3) als obere Explosionsgrenze (OEG)

    Das Risiko eines bleibenden Gesundheitsschadens liegt über dem von Alkohol, jedoch macht das Gas nicht Atemdepressiv.

    Wer es nicht glauben möchte 8,70€ investieren, Nachbars Katze nehmen 😉 und versuchen !!

    Achso die Symptome über die alle Überfallenen Berichten decken sich mit den Nebenwirkungen des von mir beschrieben Gas.

    Jetzt was zu den Gaswarner, wer nicht an die Geschichte mit den K.O. Gas glaubt aber im Wohnmobil Gas zum Heizen oder Kochen benutzt könnte sich ja so einen Gaswarner mit der Gefahr einer CO-Vergiftung durch Heizungsanlage oder unkontrolliert ausströmendem Propangas legitimieren.

    Ich hab Ihn auch nur deshalb drin 🙂
    weil ich nicht glaube das jemand 8,70€ investiert um mich zwar nicht komplett in Narkose zu legen aber einfach Tiefer schlafen zu lassen um mir dann den Geldbeutel zu klauen

    Ach so den Namen des Gases wollt Ihr noch, ……. NEIN den geb ich hier nicht öffentlich an, die Beschaffung ist so einfach, die Flasche so leicht zu tarnen, das es sträflich wäre das hier öffentlich zu publizieren.

    Ich gehe davon aus das es jetzt wieder die tollsten Kommentare hagelt, mir egal, ich habe getestet nicht mit Nachbars Katze, aber es hat funktioniert und mein Gaswarner hat es gleich angezeigt (der geht aber auch bei meinem Deospray an und das ohne ihn direkt damit abzusprühen )

    Grüße aus dem Allgäu

    Thomas H.

    • ich habe die gleiche Information. Online-Apotheke, 100 mL, 8,35€. Alle, die über Beschaffung als kompliziert und teuer schreiben, liegen ganz falsch.

      Walter

  22. In mir kocht gerade die Wut hoch, habe die Kommentare einiger Besser- und Nichtwissen gelesen! Ich bin gerade zurück aus Frankreich und mir ist so ein Gasüberfall passiert! Alles in den Berichten von Betroffenen stimmt und es ist mir genauso ergangen, spät aufgewacht…Benommenheit…Augenbrennen…kein Alkohol getrunken…. ausgeraubt! Von den psychischen Folgen kaum zu reden. Ich habe vorher noch nie von diesen Überfällen gehört und jetzt beim recherchieren falle ich fast vom Glauben ab, seit wie viel Jahren diese Art der Überfälle begangen werden. Neben all den Wertverlusten leide ich am meisten an dem Gefühl der Ohnmacht und dem Ausgeliefertsein.
    Ich wünschen keinem Menschen schlechtes, aber erlebt es einmal selbst…. dann wird euch das lachen schon vergehen!

  23. Lustig. Da versucht doch glatt einer, mittels selbst geschriebener Kontra Geschichten Gaswarner als notwendig hochzupushen.
    Erst schreiben, dass die nicht nötig sind, Werbung platzieren und dann viele Geschichten erfinden und unter falschem Namen schreiben, so dass die Leutedannoch kaufen.

  24. uns ist noch nie etwas passiert, stehen immer auf CP, aber wenn ich das alles so lese, weiß ich nicht wirklich was ich davon halten soll, ,gibt es diese gasüberfälle oder sind es doch nur märchen

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