Eigene Bank im Smartphone

Ohne Moos nix los. Die meisten Ausgaben auf Reisen sind inzwischen bargeldlos möglich, zwischen EU-Ländern ist eine Auslandsüberweisung ein Klacks. Doch es gibt auch die Sonderfälle des Lebens:
Wie sieht es aus, wenn man für Argentinien bereits den Mietwagen vorab bezahlen oder auf den Seychellen die Ferienwohnung bei Buchung löhnen muss? Nicht jeder Dienstleister akzeptiert Plastikgeld – und nicht allen Orts. Selbstredend führt jede deutsche Hausbank eine Auslandsüberweisung aus. Die Frage der Fragen: Wie lange dauert das und wie hoch sind die Gebühren? Wer jemals die Probe aufs Exempel machte, wird nicht selten über lange Wege und hohe Kosten geflucht haben.
Anmeldung AzimoDas muss nicht sein. Der weltweit operierende Finanzdienstleister Azimo mit Sitz in Großbritannien transferiert auch große Summen für kleines Geld. Und das verblüffend simpel: Bei Azimo braucht es nur eine Mail-Adresse und den Zugang zu einem Computer oder Mobiltelefon. Die Angaben werden bei der Anmeldung gespeichert, man muss später nicht bei jeder Transaktion alles neu eingeben. Für alle Facebook-Fans und Nutzer von Google+: Auch mit dem persönlichen Account dieser sozialen Netzwerke kann man sich anmelden. Wer ein Smartphone bei sich trägt, hat quasi seine Bank immer in der Tasche.
Man sieht bei Azimo auch stets vorher, was es nachher kosten wird. Ein Gebühren-Rechner zeigt noch vor der Überweisung, wie hoch die Gebühren sind (üblicher Weise zwischen ein und zwei Prozent). Bis das Geld bei der Empfängerbank eintrifft, dauert es zwischen 2-4 Tagen. Die Art und Weise der Einzahlung spielt dabei eine wichtige Rolle! Wer unter Zeitdruck steht und das Geld schneller überweisen möchte, sollte eine „Sofortüberweisung“ tätigen.
Die Anzahl der Länder, in die man inzwischen Geld transferieren kann, ist lang: 198 Länder in Europa, Afrika, Asien und dem pazifischen Raum sowie in Nord- und Südamerika. 270.000 Stellen zur Bargeldabholung sind es inzwischen weltweit, 20.000 Banken kooperieren mit Azimo und 73 Währungen werden unterstützt. Mehr Werbung als jede Menge zufriedene Kunden kann man für eine zeitgemäße Dienstleistung nicht bekommen – wie diverse Bewertungen zeigen.
In der sogenannten Basisstufe ist der Transfer bis maximal 899,99 Euro innerhalb von 30 Tagen ohne Vorlage von Dokumenten möglich. Allerdings müssen bei der Anmeldung alle Felder ausgefüllt werden. Für einen Transfer (Stufe 1) über 900 Euro (aber weniger als 4.999 Euro) innerhalb von 30 Tagen muss ein Ausweisdokument (z. B. Scan von Reisepass oder Personalausweis) vorgelegt werden (weitere Stufen und FAQ). Der Finanzdienstleister hat eine Reihe von nützlichen Tipps zusammengestellt, um seine Kunden vor Abzocke zu bewahren.
Als wir 2010 das ausgesprochene Pech hatten, in Kambodscha an Kreditkarten-Betrüger zu geraten (Beitrag), hätte sich ein System wie das von mir hier beschriebene, ausgesprochen gut gemacht. Unser Smartphone war ja nicht „tot“ – nur Kreditkarten und Konto! Wir hätten die ganze (umständliche) Bürokratie auf später verschieben – und mit Barem weiterreisen können.
Im Video (Englisch) wird Schritt für Schritt erläutert, wie man sich bei Azimo anmelden kann:

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