Ukraine & Balkan im Campingbus

Ich werde in den nächsten Wochen die reisemobile Webseite und diese Seite zusammenführen. Das macht es für alle Interessierten deutlich einfacher. Die Beiträge werden tröpfchenweise im Wortsinne die Seiten wechseln. Ich halte die Tour in die Westukraine auch 2015 trotz aller Probleme für machbar.

Nennen wir es einfach „Fahrt ins Blaue Osteuropas“! Vieles auf dem Weg hatten wir bereits gesehen; fest standen als Fixpunkte nur die Westukraine und die Republik Moldau. Wir haben spärlich Lebensmittel an Bord gehabt und haben klamottentechnisch die abgespeckte Variante bevorzugt, also eher sehr leger. 21 Tage waren wir 2011 auf Tour durch Polen, die Slowakei, die Ukraine, Moldawien, Rumänien, Ungarn, Österreich und Tschechien. Exakt 5.700 km sind wir gerollt. Verpflegung, Unterkunft, Stell/Campingplätze, Diesel, Maut und Eintritte haben für zwei Menschlein 1.182,20 Euro gekostet (Zigaretten und Shopping unterwegs nicht gerechnet). Abgesehen vom kurzen Stück A 4 vor Krakau (40 km) sind wir keine mautpflichtigen Strecken gefahren. Die Details:
Tag 1 (Samstag): Start ist um 13 Uhr; gemütlich geht es auf der BAB 4 gen Chemnitz: Kurzer Stopp zum Shoppen. An der Bundesgrenze bei Görlitz zieht uns die Polizei raus. Sie haben unser Wägelchen für einen Transporter gehalten! Weiter geht s in Richtung Breslau (Wroclaw).

Die Rastplätze sind sehr schön – und neu gestaltet: Sauber sanitäre Anlagen, kostenlose (!) Duschen, überdachte Sitzgelegenheiten. Wir beenden den Reisetag nach 387 km wenige dutzend Kilometer hinter der Grenze.
Tag 2 (Samstag): Um 9:15 Uhr fahren wir gen Breslau. Der Himmel ist wolkenverhangen, aber es regnet wenigstens nicht. Das Stadtzentrum bietet am Wochenende ausreichend Parkmöglichkeiten. Fußläufig erreicht man alles Sehenswerte.


Novum: Bis jetzt sind uns ganz wenige (eigentlich für die Jahreszeit zu wenige) Reisemobile begegnet.
Weiter geht die Tour auf der polnischen Autobahn A 4 in Richtung Osten.


Am Sender Gleiwitz (Gliwice) legen wir einen Stopp ein, bevor wir in Oswiecim die ehemaligen Vernichtungslagern Auschwitz und Birkenau zum schweigenden Gedenken anfahren. Nächstes Novum: Wir sind die einzigen Deutschen.
Anschließend rollen wir im strömenden Regen gen Tschenstochau (Czestochowa).

Der Parkplatz ist rappelvoll. Die Dämmerung bricht schon herein als wir gen Krakow (Krakau) fahren. 30 km vor der ehemaligen polnischen Hauptstadt schlagen wir an einer Tankstelle nach 618 km unser Nachtlager auf.
Tag 3 (Montag): Um 10 Uhr brechen wir auf, um Krakau zu besuchen. Das übliche Programm mit Wawel und historischem Zentrum. Danach „schleichen“ wir uns gen Hohe Tatra (mit Mittagessen am Wegesrand in einer Trucker-Kneipe) , wo wir bei Nebel, 12 Grad und strömendem Regen am Abend eintreffen. Wir bewundern alle, die jetzt auf einem Campingplatz (meist mit Zelt!) stehen und ziehen für zwei Nächte ein slowakisches Hotel (klassischer spätkommunistischer Barock) in Stara Lesna vor. Die 52 Euro fürs Doppelzimmer mit Frühstück sind zwar für lokale Verhältnisse happig, aber dafür gibt es heißes Wasser und eine Badewanne. 285 km sind wir an diesem Tag gefahren.
Tag 4 (Dienstag): Das Frühstück ist für slowakische Verhältnisse in Ordnung – und der Himmel lacht! Auf mehr als 1.000 m Höhe ist es frisch, aber noch angenehm.
Wer länger Urlaub machen möchte, kann sich über läppische Nebenkosten freuen: Ein halber Liter Bier für 1 Euro, ein Schnitzel mit Brot für 3,60 Euro. Die Hotels entsprechen dafür eher 1970er Jahre Standard – und sind teils überteuert. Dafür gibt es Top-Pensionen, wo die Preise aber dann auch bei mindestens 50 Euro beginnen.

Der Ausblick aus dem Hotelfenster ist gigantisch – binnen weniger Minuten zieht sich das Gebirge wieder zu, aber es bleibt sonnig. Wir essen für schlappe 13 Euro (inkl. Getränke), müssen im Supermarkt aber feststellen, dass es für Selbstversorger in der Slowakei kein Sparpotenzial gibt. Kurze Rundfahrt über Stary Smokovec gen Strbske Pleso. Anschließender Spaziergang. Bescheidene 53 Tageskilometer.
Tag 5 (Mittwoch): Nach einem zeitigen Frühstück fahren wir um 8 Uhr los gen Kosice, vorbei an der Burg Krasna Horka.

Wir treffen mit Kosice (Kaschau) auf eine deutlich veränderte Großstadt aus sozialistischen Zeiten: In einem nicht wieder zu erkennenden sauberen und modernen Zustand! Zwar regieren Plattenbau & Co. – aber ansonsten: Chapeau! 2013 wird Kosice Kulturhauptstadt Europas sein!

Weiter geht es zur slowakisch-ukrainischen Grenze. Hinter Michalovce befinden drei schöne Campingplätze mit wenig Touristen am Stausee Zemplínska šírava. Kosten für zwei Personen, Wohnmobil und Strom = 11,90 Euro, Duschmünze = 1 Euro.

Auf dem Weg dorthin ein seltener Anblick: Eine (so gegen Klau gesicherte?) Ampel im Drahtkäfig. Wenig Andrang an der EU-Außengrenze in Vysne Nemecke. Auf der ukrainischen Seite werden wir nach der zügigen Passkontrolle auf die „Überholspur“ gebeten. Die Zöllner „begutachten“ einer nach dem anderen eine Viertelstunde unser kleines Reisemobil. Wir gönnen ihnen den Spaß.
In Uschhorod wird getankt – ca. 90 Cent für den Liter Diesel. Wir zahlen in Euro und lassen uns den Rest in der Landeswährung Griwna heraus geben. Die wenigen verfügbaren Straßenkarten im Maßstab 1 : 250.000 kaufen wir für kleines Geld, denn unser Navigon hat keine Ukraine-Daten. Dann geht es über unvorstellbare Schlaglochpisten aus der Stadt heraus in Richtung Karpaten. 30 km hinter der Stadt schlafen wir an einer Tankstelle. 338 km sind wir gerollt.

Tag 6 (Donnerstag): Die Schlaglochpiste (Nebenstraßen in Richtung Tschop) dauert weitere 30 km an, bevor es wenigstens mit Höchstgeschwindigkeit 60 km/h voran geht, meist direkt entlang der ukrainisch-rumänischen Grenze. Wir folgen der Theiß und erreichen das „Zentrum Europas“ – und frühstücken: Vier Tassen Kaffee, Brot und zwei Omelett mit Käse und Schinken für 5,10 Euro.
Ukraine


Die alten Kirchen können zwar den Moldauklöstern auf der rumänischen Seite nicht wirklich das Wasser reichen, sehenswert sind sie allemal. Die Ukrainer fahren als ginge es um ihr Leben! Diverse Kuhherden halten den Verkehr auf. Was wir sehr gelassen nehmen, bringt Einheimische am Lenkrad fast um den Verstand. Pferdefuhrwerke sind ständig an der Tagesordnung und nachts grundsäzlich unbeleuchtet. Einer der Hauptgrüne, warum wir nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr fahren!

Am Rande: Hotels fanden wir auch mehr als genug, die Preise sind sehr günstig. Auch die Supermärkte in größeren Orten müssen sich hinter Kaufland & Co. nicht verstecken.

Wir versorgen uns mit Barem und landen in einem Restaurant auf schönem Gelände, wo wir auch über Nacht stehen können. Das Terrain ist eingefriedet und das Tor über Nacht fest verschlossen. Schaschlyk vom Grill, Bier und hausgemachte Pelmeni schlagen mit schlappen 13,26 Euro zu Buche! Der Tageskilometerzähler zeigt 176 km.
Tag 7 (Freitag): Es geht über den Jablunyzkyj-Pass, vorbei am Kloster Jaremtsche.
Wir verlassen später Transkarpatien und rollen in die Bukowina ein. 30 km vor Chernivtsi ist Feierabend bei einem kleinen Gehöft, wo auch Bier ausgeschenkt wird. Nach freundlichem Plausch und einigen „Obolon“ (1/2 Liter für sage und schreibe 44 Cent) fallen wir in unser „Schlafgemach“. 277 km haben wir zurück gelegt.

Tag 8 (Samstag): Kurz vor Chernivtsi (Czernowitz) frühstücken wir. Dann „bunkern“ wir noch einmal den Kühlschrank voll und tanken. 13:30 Uhr erreichen wir den Grenzübergang gen Republik Moldau in Mamaliga. Es sieht so aus als ginge es schnell. Weit gefehlt! Die ukrainischen Zöllner stinken fürchterlich nach Hochprozentigem und machen Stress. Mühsam wird im „Adlersuchsystem“ alles in den Laptop getippt, was für unseren „Transporter“ wesentlich ist. Dann die merkwürdig anmutende Frage, ob ich mit den zwei Uniformierten noch einen Kaffee trinken würde. Der Groschen fällt dann noch: Sie wollen Bares. Mit je zwei US-Dollar sind sie dann hochzufrieden und wir dürfen zur Passkontrolle vorrücken. Anschließend ähnlich schleppendes Procedere bei den Moldawiern. Wir zahlen („penauts“!) eine Öko-Abgabe und dürfen dann nach anderthalb Stunden einreisen.



So richtig will kein passendes „feeling“ aufkommen in der Moldau. Ein ähnlich (vielleicht) unbegründetes Unwohlsein beschlich uns bisher nur in Serbien, Albanien und Kambodscha. Wir fahren via Balti zum nächstgelegenen moldauisch-rumänischen Grenzübergang, nachdem wir uns davon überzeugt hatten, dass die Überlandwege um einiges besser sind als in der Ukraine, dafür der Diesel teurer. Wieder werfen moldauische und rumänische Zöllner neugierige Blicke ins mobile Innenleben. Die rumänischen Beamten sind sehr korrekt und sprechen fließend Englisch. Ca. 8 km hinter der Grenze winkt uns die Grenzpolizei an den Wegesrand – erneute Kontrolle. Hinter Iasi nächtigen wir am Rande eines Dorfes. 368 km war die Tagesetappe lang.
Tag 9 (Sonntag): Wir rollen gen Bukowina zurück, statten (die übrigen, weiter westlich gelegenen Moldau-Klöster kennen wir bereits) in Suceava und Patrauti den herrlichen rumänisch-orthodoxen Kirchen (UNESCO-Welterbe) einen Besuch ab und rollen am späten Nachmittag zurück in die Ukraine. Die Tankstelle auf der ukrainischen Seite bietet saubere Duschen – das Angebot nehmen wir bei 32 Grad an.

Hinter Chernivtsi lockt uns eine Hähnchen-Grillbude: So lecker haben wir noch nie ein Hähnchen „erlebt“!! Keines dieser maßgefütterten Leichtgewichte! Das Fleisch hatte einen herrlichen Geschmack und die Keulen verdienten diesen Namen noch.
Eine halbe Stunde später dann großes „Hallo“ bei unserem Freitags-„Kneiper“ Boris. Wir stehen dann über Nacht an seiner Datscha und können am Montag morgen relaxed duschen und frühstücken. An diesem Sonntag haben wir 268 km zurück gelegt.

Tag 10 (Montag): Abschied von unserer Kurzbekanntschaft, es geht in Richtung Iwano-Frankowsk, dann weiter gen Lwow (Lemberg). Die herrliche Altstadt durchfahren wir lediglich auf Irrwegen, bevor wir abends die obligatorischen Pelmeni und Schaschlyk als „Nachspeise“ genießen. Auf dem Hof des Restaurants nächtigen wir dann nach 319 Tageskilometern.

Tag 11 (Dienstag): Bereits nachts regnete es, nun schüttet es wie aus Eimern. Wir rollen gen polnische Grenze über unsägliche Schotterpisten. Am nördlichsten Grenzübergang in Riwne erwartet uns eine Schlange, die darauf schließen lässt, dass die Abfertigung länger als einen Tag dauern würde. Entnervt fahren wir zurück zum nächsten Übergang in Rawa Ruska. Dort bietet sich ein ähnliches Bild. Nach kurzem Plausch entschließen wir uns, dem bisher 200 km weiten Umweg weitere 350 hinzuzufügen. Wir drehen noch eine Ehrenrunde durch Lemberg und nächtigen dann kurz vor Stryj an der Autobahn. Dafür, dass der Platz bewacht ist, werden gnädige 1,65 Euro verlangt, ein guter Deal. Die Toiletten sind makellos sauber, am nächsten Morgen gibt es frischen Espresso aus einer „Jura“, perfekt! Der so gar nicht perfekte Regentag war satte 390 km lang.
Tag 12 (Mittwoch): Am zeitigen Morgen fahren wir in Richtung Mukatschewe die „Hauptpiste“ entlang. Die Straße ist erstaunlich gut, die Landschaft hinter Stryj durch die nun wieder beginnenden Ostkarpaten traumhaft.


Wir biegen lange vor Mukatschewe in Richtung Wolosjanka ab – und erleben nach einem ausgiebigen Mittagessen dann, was ein IVECO zu leisten imstande ist! Schotterpiste wäre weit geprahlt (obwohl die Straße in der Karte nicht als solche „ausgepreist“ war!). Der Weg war ca. 40 km lang – mit zwei Rauch- und Fotostopps habe ich dafür (meist im 1. Gang) rund vier Stunden gebraucht. Die wenigen Menschen, die wir unterwegs trafen, haben uns angeschaut als kämen wir vom Mars! Tipp: Wessen Radstand mehr als 3 m hat, für den ist dieser Weg unpasssierbar, bei Regen wäre er es ohnehin gewesen!


Auf dem Gebirgskamm war die Aussicht grandios. Spät abends kamen wir dann nach Weliki Beresni nahe der slowakischen Grenze. Gegenüber des Restaurants, wo wir den Ukraine-Kurztrip mit einem Abschiedsessen bei Schaschlyk feierten, haben wir dann genächtigt. 279 km sind wir am vorletzten Tag durch die Ukraine gefahren.

Tag 13 (Donnerstag): Die letzten Griwni müssen ausgegeben werden – ein paar Zigaretten, Bäcker und eine Pelmenizza (Form, um Pelmeni herzustellen). Den vollen Tank können wir zum Glück mit der Kreditkarte zahlen. Eine überschaubare Schlange steht dann an der ukrainisch-slowakischen Grenze. Nach einer Stunde sind wir zum Kontrollpunkt vorgerückt. Der junge Zöllner nimmt alles mit Humor. Bis eine Vorgesetzte ihn lautstark zusammenstaucht und sich unserer persönlich annimmt. Die Uniformierte kann überhaupt nicht verstehen, dass wir die Ukraine nicht leer gekauft haben. Weder stangenweise Zigaretten, noch Hektoliter Wodka. Bei den Slowaken geht es dank EU-Spur dann fix. Und wie in Rumänien dann 8 km hinter der Grenze eine Polizeikontrolle. Die freundliche Beamtin rät, das (bis dato nicht bemerkte) defekte rechte Abblendlicht sogleich instand setzen zu lassen, da es sonst bei ihren Kollegen teuer werden könnte. Danke!

Wir machen einen reichlichen halben Tag Ruhepause und ziehen auf dem Campingplatz am Stausee Zemplínska šírava ein. Wir fahren jetzt seit 13 Tagen ohne externen Strom, die Solaranlage arbeitet einwandfrei. Für zwei Personen nebst Wägelchen und Dusche (kalt)/WC kostet der Campingplatz 8,90 Euro (fair). Wir braten uns Frikadellen und genießen kühles ukrainisches Bier. Der Weg war mit 84 km kurz.
Tag 14 (Freitag): Wir brechen verhältnismäßig spät (10:30 Uhr) auf. Durch Michalovce fahren wir über Kosice zum Grenzübergang nach Ungarn nahe Miskolc. Wir umrunden das Bükkgebirge und landen am Nachmittag in Eger. Wir machen einen ausgiebigen Stadtbummel und fahren dann weiter gen Szarvaskö.


Dort haben wir die Wahl: Campingplatz mit „typisch“ deutschen Campern – oder allein neben dem schattigen Spielplatz. Wir entscheiden uns für letzteres. 236 km kamen an diesem Tag zusammen.
Tag 15 (Samstag): An einem ungewöhnlich früh geöffneten kleinen ungarischen Restaurant machen wir gegen 8 Uhr Frühstück. Plötzlich rollt ein ungarischer Mietwagen mit Großeltern und Enkel aus. Radebrechend wollen sie in Englisch etwas zu essen bestellen. Die Kellnerin entschwebt vorerst. Und die Unterhaltung am Nachbartisch? Russisch! Wir bestellen ihnen dann die gewünschten Spiegeleier und dem Enkel eine Pizza, erfahren dabei dass es aus Russland nach Israel ausgewanderte Juden sind. Nach einem längeren Plausch ziehen wir auf Nebenstraßen zurück gen Slowakei.
Am Nachmittag landen wir an der Donau in Sturovo. Imposantes Bild der Basilika Esztergom auf der gegenüber liegenden Flussseite. Der Campingplatz auf ungarischem Gebiet ist völlig überteuert (ca. 23 Euro) und rappelvoll!

Wir ziehen weiter in Richtung Komarno und lande auf halbem Wege in Kravany nad Dunajom. Ein geniales schwimmendes Restaurant, ein genialer Standplatz (allein!) und eine warme Dusche für zwei für einen ganzen Euro! Leckeres Essen, schöner Spaziergang, Sonnenuntergang an der Donau – Camper, was willst du mehr? 250 km wurden es an diesem Samstag.

Tag 16 (Sonntag): Weiter ging es entlang der Donau, bei Medvedov zurück gen Ungarn.


Blitzvisite in Györ, dann weiter zum Schloss Esterhazy und bei Stamhagen nach Österreich. Am Neusiedler See bei Podersdorf haben wir beschleunigt: Solche Massen sind nichts für uns. In Frauenkirchen der schönen Basilika haben wir indes unsere Aufwartung gemacht.
Wir fahren zurück gen Slowakei und landen in Gabčíkovo, schauen uns die Schleuse an und fahren dann zwei Kilometer weiter an einen Seitenarm der Donau: Ruhiger Stellplatz und nettes Restaurant mit leckerem Fisch. Der Tagestrip brachte 314 k auf den Tacho.


Tag 17 (Montag): Wir „schleichen“ uns auf Nebenstraßen von der Donau weg gen Trnava und weiter nach Piestany. Auf dem Campingplatz Josef Pullmann wollen wir anderthalb Tage die Ruhe genießen. Für zwei Personen, Küchenbenutzung, warme Dusche/WC und Strom zahlen wir 12,80 Euro am Tag, okay. Die Tagesetappe war 114 km lang.

Tag 18 (Dienstag): Wir machen bei brütender Hitze einen Spaziergang durchs Kurviertel und durch die kleine, aber feine Altstadt.
Tag 19 (Mittwoch): Auf Nebenstraßen geht es gen Tschechien. Znojmo (Znaim) hatten wir nicht auf der Rechnung, haben den anderthalbstündigen Abstecher aber nicht bereut!

Kurz vor der österreichischen Grenze nächtigen wir an einem kleinen Beherbergungsbetrieb mit Kneipe in Havraniky. 233 km sind es an diesem Tag geworden.


Tag 20 (Donnerstag): Die UNESCO-Welterbestadt Český Krumlov ist unser heutiges Hauptziel, bevor wir dann am sehr späten Nachmittag Deutschland bei Philippsreut wieder erreichen und über Nacht auf dem Stellplatz der Gemeinde Grafenau verweilen. 300 km waren es, es reichte! Denn die Temperaturenwaren nahezu unerträglich. Ohne Klimaanlage wären wir wohl irgendwo im schattigen Wald „versackt“ …
Tag 21 (Freitag): Kurzer Abstecher zu Fritz Berger (Camping-Ausrüster) in Neumarkt in der Oberpfalz, bevor es via Bamberg und Eisfeld zurück in die Heimat geht. 521 km war der letzte „Ritt“ lang.

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