Thailändisch-malaysisches Inselhüpfen (1)

19.02. Sehr früh am Morgen wird meine Nachtruhe kurzzeitig unterbrochen: Online-Checkin. Denn auch bei Oman Air gilt, dass der frühe Vogel den Wurm fängt. Gute Plätze machen Langstreckenflüge deutlich angenehmer, auch in der Economy. Backpacks
Am Vormittag dann letzte prüfende Blicke: Die Rucksäcke sind längst gepackt, alle Akkus geladen, es fehlt der Blick zum Wetter. Was sich draußen (Schneegestöber) und in der Vorhersage (noch mehr Schnee) abzeichnet, lässt nichts Gutes für die Fahrt zum Flughafen hoffen. Kurzerhand wird umdisponiert, ein Hotel gebucht und 16:40 Uhr geht es via BAB 4 und BAB 5 gen Frankfurt am Main.
Die Autobahnfahrt gerät zum nervigen Erlebnis – irgendwie scheint man alle ängstlichen Rentern an diesem späten Nachmittag auf die Piste geschickt zu haben. Das „Ramada“ ist nicht der Brüller, aber bei 44 Euro fürs DZ und kostenlosem Parkplatz passt alles.

20.02. Allein das Hotel-Frühstück ist seine 15 Euro wirklich nicht wert! (Wir haben nach prüfendem Blick darauf verzichtet.) In 15 Minuten ist der Dauerparkplatz (Platzhirsch in Kelsterbach) erreicht. Die warmen Sachen bleiben im Auto, ein Shuttlebus bringt uns zum Terminal 2. Der unabwendbare letzte Kaffee bei „Marché“, Bordkarten abholen, Gepäck einchecken, warten. Dank „Camel“-Lounge gibt es auch im Transitbereich die Möglichkeit, noch zu rauchen – feine Sache! Camel Lounge
Mit geringfügiger Verspätung hebt der Airbus 14:15 Uhr in Frankfurt ab und landet nach sehr ruhigem Flug vorfristig um 23:00 Uhr Ortszeit in Muscat, der Hauptstadt des Oman. Ich will Oman Air ausdrücklich loben: Beinfreiheit wie sonst nirgendwo in der Holzklasse, gutes Essen, WLAN und Telefon zum akzteptablem Preis. Keine „Saftschubsen“, sondern wirkliche Flugbegleiter!

21.02. Erst Geldwechsel, dann 10 Euro fürs Visum berappt. Eine halbe Stunde nach Mitternacht sitzen wir im Mietwagen. Aufs (sauteure) Hotel haben wir verzichtet. Halbwegs komfortable Herbergen in Muscat und Umgebung gehen bestenfalls bei 150 Euro fürs DZ los. Über die Autobahn geht es 180 km gen Nizwa, wo wir gegen 3 Uhr am Morgen ankommen. Sitze zurück – Kurzzeitschlaf bis 7 Uhr.
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Ein Häppchen in einer Bäckerei, Kaffee bei indischen Gastarbeitern, Stadtrundgang. 9 Uhr öffnet das Fort Nizwa. Ein wenig enttäuscht von Nizwa fahren wir gegen 10 Uhr zurück gen Muttrah. Die Autobahn ist bestens in Schuss, wirklich zu sehen gibt es unterwegs außer Sand, Geröll und Felsen nichts.
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Mittagsmahl, Kaffee. Essen ist vergleichsweise preiswert, ein halbes Grillhähnchen gibt es bereits für 1,25 Euro. Tee oder Kaffee (in den bekannten Ketten deutlich teurer!) kosten 50 Cent (und weniger).
Weiter gen Muscat zu einer schön gelegenen Marina. Anschließend eine große Schleife um die Hauptstadt herum, um am Meer bei „Starbucks“ WLAN zu haben.
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Dann kam der sehr erfreuliche Tankstopp: Der Toyota Camry (Automatik) war nur mäßig motorisiert und dennoch war nach 460 km der Tank fast leer. Bei umgerechnet 0,25 Euro für einen Liter Superbenzin (Diesel kostete ca. 0,30 Euro) stellt sich die Verbrauchsfrage nicht wirklich!
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Pünktlich um 20:35 ging dann der Flieger gen Kuala Lumpur in die Luft.

22.02. Um 06:15 Uhr Ortszeit schwebte der Airbus auf dem International Airport der malaysischen Hauptstadt ein. Zügige Immigration. Dafür längeres Warten am Gepäckband. Um 8 Uhr fährt der Bus zum LCCT (ca. halbstündige Fahrt für umgerechnet 0,60 Euro), wo wir mit Air Asia weiter gen Krabi fliegen wollen. Erstes scharfes Süppchen – dann Endloswarteschleife. Wer längeren Aufenthalt am LCCT haben sollte, sei gewarnt: Außer in den vielen Restaurants und Cafés gibt es nicht eine einzige Sitzgelegenheit!
Um 13:30 Uhr hebt der Flieger ab und landet anderthalb Stunden später in Thailand. Gepäckabholung und Immigration in affenartiger Geschwindigkeit.
Blog Flieger

Der Einfachheit halber gebe ich Preise in der Landeswährung an:
Grob gerechnet sind 38 thailändische Baht = ein Euro.
Vier malaysische Ringgit entsprechen einem Euro.

Statt dem Bus nehmen wir für die halbe Stunde Fahrtzeit vom Airport ins Zentrum von Krabi dann doch lieber ein klimatisiertes Taxi (350 Baht). In fußläufiger Entfernung zum Nachtmarkt gibt es zwei Dutzend Domizile, deren Preise sich fürs klimatisierte Doppelzimmer zwischen 500 und 900 Baht bewegen. Komfortablere Hotels haben Preise ab 1.500 Baht aufwärts. Für zwei Nächte genügt uns das „Krabi Town Hotel“ – unmittelbare Zentrumsnähe, der unschlagbare Preis (500 Baht für großes Zimmer mit Klimaanlage, Dusche/WC) zählen.
Krabi Vwerkehr
Selten tat eine Dusche mehr wohl als an diesem Nachmittag. Abendessen auf dem Nachtmarkt. Satay-Spieße (mit Hähnchen- oder Schweinefleisch) gibt es bereits ab 20 Cent, Gerichte mit Reis und Gemüse ab 80 Cent. Coca Cola light kostet im „7Eleven“ ca. 30 Cent. Dann nur noch den Jetlag ausschlafen.

23.02. Wir buchen zur Weiterfahrt gen Koh Lanta eine Fahrt mit dem Minibus (stündlich möglich, pro Person 500 Baht). Zwei mal täglich kann man auch mit der Fähre fahren (geringfügig teurer). Mittagessen in der sehr empfehlenswerten „Krabi Station“.
Da wir bereits 2010 mit dem Longboat ausreichend getourt sind, verzichten wir auf einen Ausflug auf dem Wasser. Zig Büros in der Stadt offerieren Halb- und Ganztagsausflüge auf die umliegenden Inseln sowie gen Raleigh und Ao Nan zu Preisen zwischen 13 und 42 Euro pro Person. Auch gen Koh Phi Phi kann man mit dem Schnellboot fahren. Wir entscheiden uns für eine wahnsinnig wohltuende einstündige Ganzkörpermassge für 350 Baht pro Person.
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Abendessen wiederum auf dem Nachtmarkt, Absacker in einer kleinen Bar. Bier ab 1,20 Euro, Cocktails ab ca. 3,50 Euro. Die Cocktails der Rubrik „Knockout“ sind nicht nur der hohen Temperaturen wegen nicht zu empfehlen!

24.02. Zeitiges Frühstück, pünktlich 9 Uhr steht der Minibus vorm Hotel. Dann wird „eingesammelt“. Eigentlich ist das Gefährt nur mit 14 Sitzen ausgestattet, letztlich fahren 16 – kein Problem.
Unterwegs längerer Halt wegen eines schweren Verkehrsunfalls, der vier Todesopfer forderte. Auf ein Foto haben wir verzichtet. Gegen 12 Uhr Ankunft an der ersten Fähre, wenig später folgt dann die zweite.
Erste Überraschung im Minibus: Ein vollbärtiger US-Amerikaner entpuppt sich als ehemaliger Co-Boss des Berliner Lokals „The Bird“ (Prenzlauer Berg).
Zweite Überraschung: Wir haben unsere mitreisenden französischen und deutschen Traveller richtig eingeschätzt: Sie steigen in an den typischen Massenquartieren aus. Mit vier Amerikanern fahren wir weiter in den Süden zur Kantiang Bay und landen am Strand 40 Meter hoch über dem Meer (Tsunami-sicher!) in Bungalows mit überdachten Terrassen. 800 Baht pro Nacht sind in der Lage geradezu lächerlich zu nennen. Die Eigentümer-Familie verleiht auch Mopeds (250 Baht pro Tag) und bekocht ihre Gäste von früh bis spät.
Die erste Nacht auf Koh Lanta müssen wir im Resort nebenan verbringen, da unsere „Vorbesitzer“ den Bungalow erst tags darauf verlassen. In einem kleinen Lokal gibt es das beste Pad Thai, dass wir jemals aßen – 70 Baht pro Portion. Danach excellenter Kaffee in dem von zwei Schwestern betriebenen und total abgefahrenen Backpacker-Treff „Drunken Sailors“. Waren die ersten beiden Tage heiß und trübe, so kühlt es nachts ab. Der Grund ist weniger erfreulich: Wolkenbruchartige Niederschläge bis in den Morgen.
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25.02. Wir ziehen ins „Top View Resort“ um, wo wir die nächsten sieben Tage bleiben werden. Ab und an schickt Petrus einen kurzen Schauer. Gelegenheit, ein paar schreiberische Altlasten am Netbook abzuarbeiten.

Zu Teil 2.

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