Teureres Reisen in 2015

Kroatien ist 2015 günstiger als im Vorjahr. Foto: Plitwitzer Seen

Kroatien ist 2015 günstiger als im Vorjahr. Foto: Plitwitzer Seen

Die schlechte Nachricht zuerst: Wer aus einem Euro-Land kommt, muss für die meisten der weltweit beliebten Reiseziele in 2015 deutlich tiefer in die Kasse greifen. Und noch ist kein Ende der Teuerung abzusehen! Wer ständig vom Fernweh geplagt ist, muss sich entweder daheim mehr einschränken – oder zusätzliche Einnahmequellen erschließen.
Die gute Nachricht: Einige wenige ebenfalls attraktive Länder schröpfen unsere Urlaubskasse weniger. Eine Fernreise-Pause in 2015 kann der Reisekasse nicht schaden.
Kambodscha ist noch immer ein preislich attraktives Reiseziel. Aber auch dort (wie in allen Nachbarländern) ist es 2015 teurer als im Vorjahr.

Kambodscha ist noch immer ein preislich attraktives Reiseziel. Aber auch dort (wie in allen Nachbarländern) ist es 2015 teurer als im Vorjahr.

Alle attraktiven Backpacker-Ziele in Südostasien sind im Vergleich zu 2013 deutlich teurer geworden. Egal, ob es sich um Vietnam (plus 17,5 Prozent), Thailand (plus 18,8 Prozent), Indonesien (plus 22,2 Prozent) oder auch Indien (plus 22,6 Prozent) handelt.
Am härtesten trifft es bereits die Schweiz-Liebhaber. Ein Trip gen Davos oder Zermatt hat sich gegenüber dem Vorjahr um nahezu 25 Prozent verteuert.
Düstere Aussicht: Auch der Hongkong-Dollar ist nicht, was er mal vor 90 Tagen wert war: Für einen Euro gab es einst 9,87 HKD - jetzt sind es noch magere 8,87 HKD.

Düstere Aussicht: Auch der Hongkong-Dollar ist nicht, was er mal vor 90 Tagen wert war: Für einen Euro gab es einst 9,87 HKD – jetzt sind es noch magere 8,87 HKD.

Deutlich mehr Kleingeld müssen auch diejenigen einplanen, die es gen Türkei zieht. Die türkische Lira hat sich gegenüber dem Euro seit 2013 zwar nicht so dramatisch verteuert wie der Schweizer Franken, aber die hohe Inflationsrate drückt auf die Urlaubskasse. Satte 20 Prozent ist das Land am Bosporus teurer geworden.
Die Vereinigten Staaten werden von Tag zu Tag ein teureres Ziel. Je näher der Euro der Parität zum Dollar kommt, umso heftiger werden die Einschläge in die Urlaubskasse. Für eine Woche in New York sollten derzeit rund 300 Euro mehr eingeplant werden als noch vor einem Jahr!
Der US-Nachbar Kanada ist nur um vergleichsweise moderate 8,2 Prozent teurer geworden.
Japan-Reisende durften vor einigen Wochen kurzfristig aufatmen, doch inzwischen kostet der Yen für einen Euro-Besitzer wieder mehr als vor zwölf Monaten. Entwarnung sieht anders aus.
Auch der fünfte Kontinent, der noch nie wirklich billig war, langt kräftiger hin: Die Kosten in Australien haben sich um 11,3 Prozent verteuert. In Neuseeland hat der Euro 8,5 Prozent verloren.
Wer glaubt, in Mittel- und Südamerika die Urlaubskasse schonen zu können, hat weit gefehlt! Attraktive Ziele wie Mexiko, Costa Rica, Brasilien oder Peru sind gleichfalls mehr als 10 Prozent teurer geworden.
Ein Vermögen kann man in Norwegen in 2015 wohl eher nicht einsparen. Günstiger als in den Vorjahren ist es aber allemal.

Ein Vermögen kann man in Norwegen in 2015 wohl eher nicht einsparen. Günstiger als in den Vorjahren ist es aber allemal.

Wer 2015 sparen will, sollte nicht in die Ferne schweifen. Das Gute liegt relativ nah – in Skandinavien zum Beispiel. In Norwegen und Schweden ist der Euro mehr wert als vor einem Jahr. Aber auch ein Blick gen Osteuropa lohnt: Tschechien, Polen, Ungarn oder Kroatien sind preislich attraktiv.
Den im freien Fall befindlichen Rubel als Indiz dafür zu nehmen, dass Russland in 2014 günstiger wäre, halte ich für einen Trugschluss. Hohe Preissteigerungen und galoppierende Inflation sind die Begleiter.
Die gute Nachricht für Pauschalreisende: Sackt der Euro gegen den Dollar weiterhin ab, so wird sich das wohl frühestens in den Herbst/Winter-Katalogen niederschlagen. Die ersten, die den sinkenden Euro hautnah spüren werden, sind Individualreisende, die jetzt auf Tour gehen.
Nur ein Schelm hätte Oman, die VAE, Bahrain oder Katar jemals als Billigziel benannt. Auch in Dubai (Foto) wird 2015 das Loch in der Reisekasse größer. 4,67 Dirham gab es vor einem Vierteljahr noch für einen Euro, jetzt sind es bescheidene 4,34 Dirham. Tendenz: Weiter fallend.

Nur ein Schelm hätte Oman, die VAE, Bahrain oder Katar jemals als Billigziel benannt. Auch in Dubai (Foto) wird 2015 das Loch in der Reisekasse größer. 4,67 Dirham gab es vor einem Vierteljahr noch für einen Euro, jetzt sind es bescheidene 4,34 Dirham. Tendenz: Weiter fallend.

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