Studie: Reisen & das liebe Geld

Wenn das Urlaubs-Sparscheein gut gefüttert ist, wird es gern in  der Karibik geschlachtet.

Wenn das Urlaubs-Sparschwein gut gefüttert ist, wird es gern in der Karibik geschlachtet.

Wenn es um Urlaub geht, kennen die Deutschen keine Kompromisse: Sie planen mit einem noch höheren Budget als 2014 und jeder Dritte würde grundsätzlich „nie beim Reisen sparen“. Das verrät der Blick in die vom Marktforschungsunternehmen Ipsos erstellte „TripBarometer“-Studie von TripAdvisor (Infografik).
„Frühlingsstimmung für die Branche: Unsere TripBarometer-Studie belegt, dass die Reiselaune der deutschsprachigen Befragten ungebrochen positiv ist. Das schlägt sich in der wachsenden Ausgabebereitschaft wider“, sagt Pia Schratzenstaller, Pressesprecherin bei TripAdvisor. „Auch steht Deutschland in der Gunst der internationalen Globetrotter hoch im Kurs: In sieben von 32 Märkten zählt die Bundesrepublik zu den Top Ten-Traumzielen.“Grafik TripAdvisorLaut Studie planen zwei von fünf der weltweit Befragten, in 2015 mehr Geld für Reisen auszugeben als im vergangenen Jahr. Dabei ist es für sie doppelt so wahrscheinlich, ihre Budgets zu erhöhen als zu verringern. Diese positive Stimmung wird beim Blick auf Deutschland, Österreich und die Schweiz bestätigt: Umfrageteilnehmer aus allen drei Ländern wollen – verglichen mit 2014 – in den nächsten zwölf Monaten mehr ausgeben. Spitzenreiter sind die Schweizer, die für ihre Reisekasse für zwei Personen im Mittel 10.750 Euro einplanen. Gefolgt von den Deutschen, die im Durchschnitt 6.700 Euro, sprich 300 Euro mehr als in 2014 für Reisen zu zweit vorsehen. Die Österreicher rechnen mit einem Budget für zwei von durchschnittlich 6.000 Euro in diesem Jahr:
Schweiz: 10.563 Euro (Ausgaben 2014), 10.750 Euro (Ausgaben 2015)
Deutschland: 6.400 Euro (Ausgaben 2014), 6.700 Euro (Ausgaben 2015)
Österreich: 5.900 Euro (Ausgaben 2014), 6.000 Euro (Ausgaben 2015)
(Es handelt sich stets um Durchschnitts- bzw. Schätzwerte)
Auf die Frage, welche Ziele Studienteilnehmern in den nächsten zwölf Monaten anvisieren, zeigt sich, dass viele gern einen Aufenthalt im Nachbarland planen. So zieht es die Österreicher und Schweizer am meisten nach Italien, zudem steht für sie Deutschland hoch im Kurs. Auch die deutschen Globetrotter schätzen das Nachbarland Italien (Platz 3). Mehr noch aber steht für die Deutschen Spanien (Platz 2) und vor allem das eigene Land (Platz 1) im Zentrum der Reiseplanung in den nächsten zwölf Monaten:
Deutschland: 1. Deutschland, 2. Spanien, 3. Italien. Foto: Altstadt von Stralsund

Deutschland: 1. Deutschland, 2. Spanien, 3. Italien. Foto: Altstadt von Stralsund

Österreich: 1. Italien, 2. Deutschland, 3. UK

Österreich: 1. Italien, 2. Deutschland, 3. UK

Schweiz: 1. Italien, 2. Frankreich, 3. Deutschland

Schweiz: 1. Italien, 2. Frankreich, 3. Deutschland

Das höhere Budget in diesem Jahr wollen die Befragten des „TripBarometers“ vor allem dafür nutzen, um ein Ziel auf ihrer Wunschliste zu besuchen. Das ist der stärkste Beweggrund für Deutsche (41%), Österreicher (53%) und Schweizer (43%). Darüber hinaus wird klar, dass Reisen für viele eine Herzensangelegenheit ist: Einer von drei Befragten (31%) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt an, dass er „nie am Reisen sparen würde“. Damit liegen sie deutlich über dem globalen Durchschnitt (15%).
Bei der Frage, wofür die Weltenbummler ihr Geld am ehesten im Urlaub verwenden, zeigt sich: Die globalen Traveller investieren in Sehenswürdigkeiten, Unterkunft und gutes Essen. Bei den Deutschen und Österreichern spielen zudem die Aktivitäten eine führende Rolle, während die Schweizer bei ihren Ausgaben vor allem Wert auf die Unterkunft legen:
Verreisen über die Ländergrenzen ist laut der TripAdvisor-Studie ebenfalls sehr gefragt, denn die durchschnittliche Zahl an geplanten Trips ins Ausland wird bei globalen Reisenden in 2015 um 15 Prozent zunehmen. Das könnte auch in Hinblick auf Deutschland eine Rolle spielen, denn viele der internationalen Globetrotter haben die Bundesrepublik auf ihrer Top Ten-Agenda für Traumziele:
USA: 32 Prozent der Reisenden
Australien: 31 Prozent der Reisenden
Brasilien: 30 Prozent der Reisenden
Indonesien: 15 Prozent der Reisenden
Japan: Prozent der Reisenden
Spanien: 18 Prozent der Reisenden
Thailand: 17 Prozent der Reisenden
In einem sind sich die deutschsprachigen Studienteilnehmer einig: Hätten sie nur genug Geld, würden sie in den nächsten 24 Monaten eine Reise nach Australien unternehmen, das Traumziel Nummer 1. Weitere heiß begehrte Ziele für diesen Fall sind die USA und die Karibik:
Deutschland: 1. Australien, 2. Neuseeland, 3. USA
Österreich: 1. Australien, 2. Karibik, 3. USA
Schweiz: 1. Australien, 2. Neuseeland, 3. Karibik
Bei den genannten Hinderungsgründen, warum der Traumurlaub Stand heute noch nicht umgesetzt werden kann, besteht Konsens zwischen den deutschsprachigen und globalen Reisenden: Zwei von drei Befragten (61%) geben an, dass ihr Sparschwein noch wachsen muss, einer von drei (38%) erwähnt zudem, dass ihm die Zeit für eine Reise zum Traumziel fehle.

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