Gadgets: Sinnvolle & sinnlose

Es gibt jede Menge sinnvolle wie sinnlose Gadgets für unterwegs. Ich beginne mal mit dem, was ich für sinnvoll halte – und meistens dabei habe. HolsterMeinen transportablen „Safe“ habe ich 2003 bei einem großen Outdoor-Onlinehändler erworben – und seitdem so nie wieder gesehen. Das gute Stück nimmt sämtliche Dokumente, Plastikkarten und das Bargeld auf.
Was ist so phänomenal daran? Die Konstruktion ähnelt einem Pistolen-Holster: Ein Riemen führt über die Schulter, einer um den Arm. Die Riemen sind mit Metallfasern verstärkt, so dass ein Durchschneiden mit einem einzigen Schnitt unmöglich wird! Ein „Abziehen“ im Gedränge wird gänzlich unmöglich. Um an diesen „Safe“ zu gelangen, muss man den Träger wohl zuvor in die ewigen Jagdgründe befördern.
Einziger, inzwischen beseitigter Nachteil: Das Leder färbte anfänglich lange auf die Kleidung ab, wenn es z. B. über einem T-Shirt getragen wurde. Es empfiehlt sich allerdings auch, eine Weste oder ein Hemd über diesem guten Stück zu haben, da es bei flüchtigem Hinsehen den Eindruck erwecken kann, man laufe bewaffnet durch die Gegend (was nicht überall gleich gut ankommt).

Sieht bescheuert aus, klingt bescheuert: Stichheiler Hilft aber wirklich!

Sieht bescheuert aus, klingt bescheuert: Stichheiler Hilft aber wirklich!

Ob auf Safari in Afrika, am Inarisee in Finnland oder im Dschungel von Borneo: Gegen Mücken aller Art hilft nur ein guter Schutz (wor schwören seit zehn Jahren auf no bite)! Denn doch kann es durch Nachlässigkeit passieren, dass man doch mal gestochen wird. Was dann? Das gute Fenistil hilft meistens nur bedingt. Die besten Erfahrungen haben wir mit bite away gemacht – einem sogenannten Stichheiler. Anfang waren wir sehr skeptisch – inzwischen sind wir bekehrt. Es hilft! Am besten in Kombination mit Fenistil. Man schaue beim Bite Away Stichheiler in die Bewertungen – das spricht Bände.
iPodWenn man die 50 deutlich überschritten hat, muss man nicht mehr dem neuesten technischen Schnickschnack nachlaufen. Der gute iPod ist zwar in die Jahre gekommen. In Kombination mit guten Kopfhörern aus dem Hause Sennheiser möchte ich das 80 GB-Teil aber nicht missen. Die extreme Akku-Laufzeit und die weitaus bessere Tonqualität als beim Smartphone oder Rablet spricht schon allein für dieses Teil! Der iPod wird bei mir ein Gnadenbrot bis zu seinem Ableben bekommen.
Ohne Musik auf Reisen wird der Mensch leicht übellaunig und eine Belastung für andere. Ich kann mir lange Flüge, Bus- oder Bahnfahrten ohne Musik auf den großen Ohren jedenfalls nicht vorstellen.
Hinzu kommt, dass ich auch einen Teil der Fotos, die man in Gesellschaft gerne mal herum zeigt, auf dem iPod abgespeichert habe.
LED LenserNichts ist schlimmer als im Dunklen zu stehen! Ohne Kopflampe fahre ich nirgendwo hin. Es gibt auch genügend Taschenlampen, die gutes Licht spenden – aber da hat man nicht beide Hände frei (und das ist mitunter wirklich wichtig!). Ich habe einige Kopflampen ausprobiert, LED Lenser ist für mich seit Jahren erste Wahl. Dass man ein Ladegerät dabei haben muss, ist allerdings ein wenig lästig. Für Reisen unter drei Wochen kann man dieses aber getrost daheim lasen, der Akku hält „ewig“! Die preiswertere Variante: LED LENSER® H5
Wer unterwegs nur eine Leselampe braucht, ist mit einer leichten und ausdauernden LED-Leuchte gut bedient, die wir im Campingbus nutzen. Aschenbecher 2
Und es gibt da auch noch Utensilien, die eigentlich entbehrlich sind. Es sei denn, man ist Suchtraucher wie ich. Ich habe mir 2006 (nicht umsonst gerade in Singapur!) einen Mini-Aschenbecher zugelegt. Sieht in geschlossenem Zustand aus wie eine Pillendose (die brauche ich Gottseidank noch nicht!) – macht in geöffnetem Zustand aber verdammt viel Sinn unterwegs.
Weder Asche noch Zigarettenstummel landen da, wo sie nicht hingehören. Sehr praktisch in Cafés unter freiem Himmel, auf Balkonen von Hotelzimmern oder auf dem Deck von Schiffen.
USB StickZu guter letzt: Ein möglichst extrem kleiner USB-Stick darf nie fehlen. Da kommen alle Daten (verschlüsselt!) von Pass-Kopie, über Passfoto bis wichtige Telefonnummern drauf. Ein Computer findet sich unterwegs immer, wenn mal Not am Mann ist.
Wer mit zeitweilig mit Wohnmobil oder Mietwagen unterwegs ist, darf getrost über einen Spannungswandler nachdenken. Ein solches Teil (der meinige ist nicht mehr im Handel) passt in die Dosenhalterung und liefert auch all denjenigen Geräten Strom, die nicht via USB geladen werden können. Der Akku vom Notebook wurde ebenso über Nacht geladen wie das Tablet während der Fahrt. Empfehlenswert für Länder, wo man ohnehin einen Steckdosen-Adapter mitführen muss.
BrustbeutelMan kann über Gadgets natürlich trefflich streiten. Was Müller große Freude bereitet, stürzt Schulze in Heulkrämpfe. Was Schmidt nützlich erscheint, sorgt bei Lehmann für blankes Entsetzen. Die Geschmäcker sind verschieden.
Köstlich amüsiert habe ich mich über die Zusammenstellung der dümmsten Reise-Gadgets, die man für Geld bekommen kann bei Um die Weltreise.
Nackenkissen (wenn klein und leicht) können ja durchaus hilfreiche Begleiter sein. Aber bei einem Gewicht von einem halben Pfund wird es fraglich – dieses Exemplar ist für mich eher ein Halswürger als eine Nackenstütze.
Vor zwei Jahren habe ich mir meine Weste derart verschmutzt und zerrissen, dass sie den Weg in die Mülltonne antreten musste. In einem französischen Supermarkt musste auf die Schnelle Ersatz her. Was ich da innen vorfand (auf den ersten Blick nicht ersichtlich), war auch nicht gerade der größte Geistesblitz des Erfinders: Was wie eine Innentasche ausssah, war ein lediglich mit Klettband befestigter Brustbeutel (Foto links)! Würde man ihn solo tragen, kämen sich Klettband und Kleidung stets ins Gehege. Das Gegenteil von gut gemacht ist wirklich gut gemeint.

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