Indochina & Nordthailand mit Rucksack (Tag 1-10)


Seit 2005 haben wir den sprichwörtlichen Narren an Südostasien gefressen. Wir stellten schnell fest, dass vier Wochen die Untergrenze dessen sind, was man für eine sinnvolle Backbacker-Tour benötigt. Es soll nun einen Monat durch Südvietnam, Kambodscha, Laos und Nordthailand gehen.
Tag 1: Wir starten an einem frostigen Januar-Tag 2010 mittags mit dem Auto gen Frankfurt am Main. Wenn wir die Bahn dagegen rechnen, sind wir gut bedient … Um völlig stressfrei am nächsten Morgen fliegen zu können, haben wir uns eine Übernachtung zum absoluten Schnäppchenpreis im „Park Inn“ gegönnt. Das Auto wird beim „Platzhirsch“ kostengünstig schnee- und eisfrei geparkt.
Tag 2: Nach einem ausgiebigen Frühstück nehmen wir den Shuttle-Bus zum Terminal 2 des Rhein-Main-Flughafens. Wir haben (wieder einmal) „Qatar Airways“ den Vorzug gegeben. Einmal des Preises wegen, vor allem aber, um nicht bei einem Nonstopflug einen halben Tag im Flieger verbringen zu müssen. Wermutstropfen: Beim Rückflug haben wir 19,5 Stunden Aufenthalt in Doha. Aber dafür haben wir vorgesorgt.

Tag 3: Am sehr frühen Morgen (Ortszeit) landen wir in Bangkok (Vorsicht am Flughafen!) und lassen uns sogleich zur vietnamesischen Botschaft fahren, um ein Visum zu beantragen. Und das dauert! Kurz vor der Zeit, wo nach einem Langstreckenflug der „tote Punkt“ kommt, checken wir im „Radisson“ (exzellente Lage zum Flughafen Suvarnabhumi), nunmehr „Golden Tulip“ ein – und genießen erst mal den Pool. Erst am Abend lassen wir uns dann zum Chao Phraya fahren, um dort gemütlich zu essen.

Tag 4:
Wir suchen unsere Lieblingsplätze in Bangkok auf (u. a. diverse Tempel und Chinatown) und (fr)essen uns durch die Garküchen. Am Nachmittag ein Schwätzchen mit anderen Backpackern in der Khao San Road und das gewohnte Stöbern in diversen Buchläden.


Unser Programm ähnelt durchaus dem Trip 2009.
Tag 5: Nachdem wir die frische (?) Luft auf dem Fluss genossen haben, brechen wir zur vietnamesischen Botschaft auf. Was nicht da ist, ist unser Visum! Ich lasse meine Herzallerliebste mit den unfähigen Damen hinterm Tresen reden, damit ich nicht explodiere, denn ich habe den sprichwörtlichen „dicken Hals“! Nach 45 Minuten haben wir dann endlich unsere Pässe wieder in den Händen.

Mehr Bangkok-Infos.
Tag 6: Ein sehr zeitiges Frühstück, dann mit dem Taxi zum Flughafen. Der Flieger von „Vietnam Airlines“ bringt uns schnell nach Saigon. Vor dem Flughafen jede Menge „Droschken“, deren Fahrer ein unseriöses Angebot nach dem anderen machen. Beim zehnten Ganoven werde ich dann unasiatisch laut – und plötzlich fahren wir zum halbwegs üblichen Preis.

Dummerweise haben wir für drei Nächte ein Hotel vorgebucht, was wir bald bereuen. Denn Ho-Chi-Minh-Stadt entspricht so gar nicht unseren Erwartungen. Zum Glück können wir all das, was wir sehen möchten, fußläufig erreichen. Ein Lichtblick.
Am späten Nachmittag erlässt man uns gnädig die dritte Nacht, denn wir haben beschlossen: Mekong-Delta sehen – und dann nichts wie weg hier! Der kulinarische Abend war ganz okay.


Tag 7: Ein ausgiebiger Bummel, dann klappern wir diverse Agenturen ab, um einen vernünftigen Trip ins Mekong-Delta zu buchen. Wir entscheiden uns gegen ein Hotel und für ein „homestay“ zum mehr als akzeptablen Preis. Vietcong-Tunnel und die einseitige Sicht auf ein düsteres Kapitel Geschichte sind unser Ding nicht – aber wer´s mag …

Tag 8: Um 8 Uhr geht es los mit dem Bus. Eine Bootsfahrt, eine Farm, eine kleine Manufaktur. Interessant, aber nicht vom Hocker reißend. Immerhin: Angenehme Mitreisende aus Österreich.



Am Abend dann „homestay“. Hätte wirklich interessant werden können, wenn da nicht ein penetranter „Aufpasser“ gewesen wäre. Das Essen: top! Gelohnt hat es auf jeden Fall – die Familie hat uns sehr herzlich aufgenommen.
Tag 9: Es geht zeitig aus den Federn (sehr üppiges Frühstück!), die schwimmenden Märkte stehen auf dem Programm. Das war dann wirklich interessant.




Am späten Nachmittag sind wir die Meute los und suchen uns in Can Tho ein kleines Hotel. Anschließend buchen wir eine Busfahrt nach Phnom Penh. Nach einer grandiosen Fisch-Mahlzeit am Mittag probiere ich dann abends endlich Schlange – lecker.

Tag 10: Der Wecker klingelt um vier Uhr! Das Taxi bringt uns zum Bus-„Bahnhof“. Wir sind die einzigen Ausländer und werden beäugt wie Außerirdische. Am späten Vormittag erreichen wir die vietnamesisch-kambodschanische Grenze. Bei den Vietnamesen geht alles kurz und schmerzlos. Dann: Aussteigen und mit dem Pass zu einer Bretterbude im Nachbarland. In Zeitlupe klebt der kambodschanische Beamte zwei Visa in unsere Pässe. Als ich ihm die obligatorischen Gebühren reiche, kommt zurück: „And ten Dollar for the stamps.“ Zähneknirschend reiche ich diesem korrupten Lumpen das Geld. Toller Empfang!

In Phnom Penh stürzen sich sofort einige Tuktuk-Fahrer auf unsere Rucksäcke. Nur mit nicht zitierfähigen Ausdrücken und (ein wenig!) körperlicher Gewalt kann ich die Meute zur Räson bringen. Wir verziehen uns erst einmal und orientieren uns auf dem Stadtplan. Dann entscheiden wir uns zwei Straßenzüge weiter für einen Tuktuk-Fahrer, der uns zugleich eine Mini-Stadtrundfahrt anbietet. Es hat sich gelohnt. Letzten Endes landen wir am Tonle Sap und checken für eine Nacht im „River Star Hotel“ ein. Die Aussicht von der oberen Etage ist fast grandios zu nennen.

Während wir auf Schusters Rappen durch die kambodschanische Hauptstadt bummeln entdecken wir ein kleines Reisebüro und buchen dort die Busfahrt nach Siem Reap. Wie schon in Vietnam werden wir auch im Nachbarland nicht länger als nötig verweilen. Wir werden sehr gut beraten und können zum Schnäppchenpreis zwei Nächte ein gutes Hotel in Siem Reap buchen. Den Flug gen Luang Prabang kaufen wir auch gleich mit. Das Abendessen am Tonle Sap wollen wir ausdrücklich loben.
Zum Teil 2

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