HALB-ZEIT in Danzig (Gdańsk)

Danzig Mottlau PolenWas spricht für eine HALB-ZEIT in Danzig? Die polnische Großstadt (465.000 Einwohner) ist im Zentrum mehr als überschaubar, die Preise für Kost und Logis sind zwar höher als im übrigen Polen, aber dennoch (noch) moderat. Die Altstadt (Stare Miasto) ist eine wahre Perle unter den ehemaligen Hansestädten. Super Atmosphäre, sehr freundliche Menschen auf Schritt und Tritt.
Ich habe mir Danzig seit 1992 buchstäblich an den Hacken abgelaufen – und kehre immer wieder gern dorthin zurück.Rathaus und Artushof in DanzigDurch die Langgasse zu schlendern ist auch beim x-ten Besuch in Danzig noch schön! Langgasse in Danzig

Anreise:

Danzig erreicht man für ein Wochenende am besten mit dem Flugzeug. Mit Wizz Air kann man z. B. sehr günstig (Oneway für weniger als 50 Euro) von Frankfurt/Main fliegen, auch von anderen deutschen Flughäfen kommt man gut und günstig weg (z. B. von Berlin mit Air Berlin).
Mit dem Auto sind es doch aus West- und Süddeutschland erhebliche Entfernungen (Frankfurt/Main – Danzig = 1.090 km). Das muss man ohne Zwischenstopp wohl nicht haben – und auch nicht nur für ein Wochenende. Wer selbst gen Danzig fährt, kann anschließend gut Masuren erkunden oder gen Kaliningrad (Königsberg) weiterreisen.
Der öffentliche Nahverkehr in Danzig funktioniert prächtig (Bus und Straßenbahn) – ein Tagesticket kostet umgerechnet 3 Euro. Taxis sind vergleichsweise preiswert. Wer dennoch einen Mietwagen haben möchte, um auch die nähere Umgebung zu erkunden: Ein Kleinwagen für 3 Tage kostet rund 100 Euro (ab Flughafen).

 Das Grüne Tor (polnisch: Brama Zielona) befindet sich zwischen dem Langen Markt (Długi Targ), dessen östlichen Abschluss es bildet, und der Mottlau (Motława). Es wurde von 1564 bis 1568 im flämischen Manierismus erbaut und ist der Nachfolgerbau des Koggentors aus dem 14. Jahrhundert. Das Gebäude erhielt seinen Namen, weil seine Fassade grün gestrichen war. Ursprünglich war es als Stadtresidenz für die polnischen Könige vorgesehen. Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Tor wieder aufgebaut. 2002 kam es zu einem Teileinsturz, der mittlerweile behoben ist.


Das Grüne Tor (polnisch: Brama Zielona) befindet sich zwischen dem Langen Markt (Długi Targ), dessen östlichen Abschluss es bildet, und der Mottlau (Motława). Es wurde von 1564 bis 1568 im flämischen Manierismus erbaut und ist der Nachfolgerbau des Koggentors aus dem 14. Jahrhundert. Das Gebäude erhielt seinen Namen, weil seine Fassade grün gestrichen war. Ursprünglich war es als Stadtresidenz für die polnischen Könige vorgesehen. Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Tor wieder aufgebaut.
2002 kam es zu einem teilweisen Einsturz, der mittlerweile wieder behoben ist.

Das Krantor (polnisch: Brama Żuraw) ist ein historisches Stadttor aus Backstein und Holz mit einer doppelten Kranfunktion. Es ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Schon 1363 wurde ein doppelturmiger Torvorgängerbau mit Holzkonstruktion errichtet, der die Rechtstadt zum Fluss Mottlau abschloss und als Hebewerk fungierte. 1442 wurde es fast komplett zerstört und  1442–44 in seiner bekannten Gestalt neu errichtet. 1945 brannte die hölzerne Konstruktion des Krantors ab. Auch die Elemente aus Stein wurden stark beschädigt. Das imposante Gebäude wurde in den Jahren 1957–59 rekonstruiert und ist seit mehr als 50 Jahren ein Teil des Schifffahrtsmuseums.

Das Krantor (polnisch: Brama Żuraw) ist ein historisches Stadttor aus Backstein und Holz mit einer doppelten Kranfunktion. Es ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Schon 1363 wurde ein doppelturmiger Torvorgängerbau mit Holzkonstruktion errichtet, der die Rechtstadt zum Fluss Mottlau abschloss und als Hebewerk fungierte. 1442 wurde es fast komplett zerstört und 1442–44 in seiner bekannten Gestalt neu errichtet. 1945 brannte die hölzerne Konstruktion des Krantors ab. Auch die Elemente aus Stein wurden stark beschädigt. Das imposante Gebäude wurde in den Jahren 1957–59 rekonstruiert und ist seit mehr als 50 Jahren ein Teil des Schifffahrtsmuseums.

Übernachten:

Danzig bietet für jeden Geldbeutel die passende Bleibe. Es kann auch lohnen, in Sopot oder Gdynia (die mit Danzig die sogenannte Dreistadt bilden) zu logieren.
Wer es gern sehr gediegen und zentral zugleich haben möchte, der ist mit dem „Mercure Gdańsk Stare Miasto“ (DZ = ca. 85 Euro), mit dem „Radisson Blu Hotel“ (DZ = ca. 220 Euro) oder mit dem „Hilton“ (DZ = ca. 130 Euro) sehr gut bedient (Preise für September 2015).
Preiswerter, aber ebenso zentral kommt man im „Scandic“ (DZ ab 75 Euro) unter oder auch im „Novotel“ (DZ ab 60 Euro), im „Dom Schumannów“ (Bed & Breakfast ab 45 Euro) und im „Hostel 22“ (DZ ab 40 Euro).
Wer gewillt ist, etwas außerhalb zu logieren, dem kann ich guten Gewissens das „Mercure Gdynia Centrum“ (DZ ab 35 Euro) empfehlen.
Luxus zum fairen Preis gibt es in Sopot im „Sofitel Grand Sopot“. Für ein Doppelzimmer in diesem erstklassigen 5-Sterne-Haus werden ab 125 Euro aufgerufen.
Bei Backpackern beliebt (aber von mir nicht getestet) ist das „Riverside Hostel“ (Schlafsaal ab 13 Euro), empfohlen wurden mir auch das „Old Town Hostel“ (Schlafsaal ab 12,50 Euro) und das „Grand Hostel Gdańsk“ (DZ mit Gemeinschaftsbad ab 32 Euro pro Nacht). Zentral gelegene Appartments für 2 – 6 Personen gibt es im „Kaminieca Zacysze“ (zwei Personen ab 40 Euro pro Nacht).

Wunderschöne Giebel und Fassaden sind ein Markenzeichen von Danzig.

Wunderschöne Giebel und Fassaden sind ein Markenzeichen von Danzig.

Essen & trinken:

Polen ist bekannt für seine gute, aber nicht unbedingt figurförderliche Küche (Übersicht). Es ist absolut empfehlenswert, bei einem Hotelaufenthalt das Frühstück mitzubuchen – die Buffets sind sehr gut! Das wohl bekannteste historische Restaurant der Stadt ist „Pod Lososiem“ (Zum Lachs). (Es wird dort natürlich nicht nur Fisch serviert!) Dort wurde auch das erste „Danziger Goldwasser“ hergestellt – eines der weltweit bekannten Aushängeschilder der Stadt. Danziger Goldwasser ist ein klarer, aber süßer Gewürzlikör mit kleinen Blattgoldteilen. Kurios: Das Original (Der Lachs) wird allerdings nicht in Danzig, sondern in Deutschland hergestellt.
Ein exzellentes Fischrestaurant ist auch das „Tawerna“. Wer auf fangfrischen Fisch zum günstigen Preis steht, wird in den vielen kleinen Restaurants am Mottlaukai fündig. Eine besondere Fischspezialität der Region ist die gebackene Flunder – unbedingt probieren!

Das Große Zeughaus (polnisch: Wielka Zbrojownia) wurde zwischen 1600 und 1609 erbaut und diente lange als  Waffenarsenal. Die Fassade am Holzmarkt zieren vier Giebel, die Frontseite zur Jopengasse (Foto) zieren zwei Giebel, an die sich zwei Türme anschließen.  Bronzeplastiken von explodierenden Kanonenkugeln zieren die Spitzen der Giebel. Das Gebäude wird derzeit  von der Danziger Kunsthochschule genutzt.

Das Große Zeughaus (polnisch: Wielka Zbrojownia) wurde zwischen 1600 und 1609 erbaut und diente lange als Waffenarsenal. Die Fassade am Holzmarkt zieren vier Giebel, die Frontseite zur Jopengasse (Foto) zieren zwei Giebel, an die sich zwei Türme anschließen. Bronzeplastiken von explodierenden Kanonenkugeln zieren die Spitzen der Giebel. Das Gebäude wird derzeit von der Danziger Kunsthochschule genutzt.

In der Hauptstadt der historischen Region Kaschubei findet man natürlich auch speziell kaschubische Spezialitäten. Dazu gehören Gänseschmalz mit Apfel, Zwiebel und Geflügelleber, Hering auf kaschubische Art oder Wrukensuppe (Steckrüben mit Rindfleisch). Auf kaschubische Küche ist die „Tawerna Mestwin“ spezialisiert. Uneingeschränkt empfehlen kann ich das „Hard Rock Café“ im Herzen der Stadt. Tolles Ambiente, leckere Snacks, freundlicher Service.
Ein super Preis-Leistungs-Verhältnis hat das Lokal Swojski Smak. Die saure Mehlsuppe (Żur) ist ein Gedicht. Nicht wirklich zentral gelegen, aber die Fahrt mit Bus oder Tram mehr als wert: „Pierogarnia Mandu“. Ein Paradies für Liebhaber polnischer Piroggen!
Freunde veganer und vegetarischer Kost werden das „Avocado“ lieben. Eine vor allem bei Einheimischen populäre Bar ist das zentral gelegene „Flisak ´76“ (ul. Chlebnicka 9/10) – mutmaßlich werden dort die besten Cocktails der Stadt gemixt. Danzig NeptunbrunnenDer Neptunbrunnen steht bereits seit 1633 vor dem Artushof (unteres Bild).Danzig Artushof

Einkaufen:

Die größte Shopping Mall – die wahrlich riesige Galeria Bałtycka – befindet sich in der Al. Grunwaldzka 141. Rund 200 Geschäfte auf 3 Etagen. 15 Mal wird auch Kulinarisches geboten (Foodcourt im obersten Geschoss). Ganz in der Nähe liegt auch das Centrum Handlowe Manhattan (Al. Grunwaldzka 82) mit über 100 Geschäften. Für Textil-Fans: Das Fashion House Outlet Center Gdansk (ul. Przywidzka 8) beherbergt rund 60 Läden, die stark reduzierte Klamotten anbieten.

Die Marienkirche  ist eine der größten Backsteinkirchen der Welt und zugleich eines der größten Gotteshäuser Europas. Sie ist 105,5 Meter lang, die Breite des Querschiffs beträgt 66 Meter. Im Innenraum der Kirche finden bis zu 25.000 Menschen Platz. Die Anfang des 16. Jahrhunderts gebaute Kirche war vor 1945 evangelisch, seit 1945 ist sie katholisch.

Die Marienkirche ist eine der größten Backsteinkirchen der Welt und zugleich eines der größten Gotteshäuser Europas. Sie ist 105,5 Meter lang, die Breite des Querschiffs beträgt 66 Meter. Im Innenraum der Kirche finden bis zu 25.000 Menschen Platz. Die Anfang des 16. Jahrhunderts gebaute Kirche war vor 1945 evangelisch, seit 1945 ist sie katholisch.

Das Westerplatte-Denkmal (polnisch: Pomnik Obrońców Wybrzeża),  wurde am 9. Oktober 1966 eingeweiht. Es erinnert an die Verteidigung der Westerplatte durch polnische Soldaten zu Beginn des Zweiten Weltkrieges. Das 23 Meter hohe Monument entstand aus 236 Granitblöcken aus einem Steinbruch im niederschlesischen Strzegom und weist ein Gesamtgewicht von 1150 Tonnen auf. Es steht am Ufer des Hafenkanals in der Mitte eines künstlichen Hügels.

Das Westerplatte-Denkmal (polnisch: Pomnik Obrońców Wybrzeża), wurde am 9. Oktober 1966 eingeweiht. Es erinnert an die Verteidigung der Westerplatte durch polnische Soldaten zu Beginn des Zweiten Weltkrieges.
Das 23 Meter hohe Monument entstand aus 236 Granitblöcken aus einem Steinbruch im niederschlesischen Strzegom und weist ein Gesamtgewicht von 1150 Tonnen auf. Es steht am Ufer des Hafenkanals in der Mitte eines künstlichen Hügels.

Sightseeing:

Das Gros der Sehenswürdigkeiten liegt zwischen Mottlau (Grünes Tor) und Hauptbahnhof und erschließt sich nur fußläufig – die historische Rechtstadt. Die Langgasse ist die gute Stube von Danzig. Die Häuser kommen sehr mondän daher, zahlreiche Restaurationen befinden sich in den Erdgeschossen. Man sieht das Uphagenhaus, das Rechtstädtische Rathaus, den Neptunbrunnen, den Artushof. Nur wenige Meter davon entfernt grüßen Marienkirche und Altes Zeughaus. Der schön anzusehende Hauptbahnhof (Gdansk Głowny) liegt am westlichen Ende der Altstadt. Wer gern durch Museen schlendert, findet hier gute Ratschläge.
Unweit des Krantors an der Mottlau legen Schiffe verschiedener Anbieter ab, mit denen man bis zur Westerplatte fahren kann. Bei sonnigem Wetter sollte man sich das durchaus gönnen.
Wer mehr nöchte, als nur in Danzig Staub zu wischen, dem seien die Halbinsel Hel ebenso empfohlen wie Gdynia und Sopot. Eine Stunde Fahrtzeit genügen, um zur Marienburg in Malbork zu gelangen, in anderthalb Stunden hat man Frombork (Frauenburg) oder Elbląg (Elbing) erreicht.
Empfehlenswert ist ferner eine kleine Schifffahrt auf dem Oberländischen Kanal, der sich zwischen Elbląg und Ostróda durch die Landschaft windet. Als Attraktion gelten die fünf Rollberge, auf denen die Schiffe zur Bewältigung des Höhenunterschieds von 99 Metern auf Schienenwagen über Land transportiert werden. Für dieses Spekakel fährt man am besten nach Buczyniec oder nach Kąty.
Beinahe vergessen: Internet ist fast überall kostenlos zugänglich. In den diversen Herbergen sowieso, aber auch in der Altstadt.
PS: Wie auch an allen anderen HALB-ZEIT-Orten wurden wir weder „unterstützt“ noch eingeladen.

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