Guten Appetit

Eines vorweg: "Kohldampf" habe ich bisher noch nie schieben müssen! Auf leckere Bratwurst aus dem Frankenland kann ich indes gut ein paar Wochen verzichten.

Eines vorweg: „Kohldampf“ habe ich bisher noch nie schieben müssen! Auf leckere Bratwurst aus dem Frankenland kann ich indes gut ein paar Wochen verzichten.

Wer auf Reisen seine deutschen Essgewohnheiten partout beibehalten möchte, dürfte es schwer haben. Es sei denn, er bucht eine Pauschalreise in Hotels, die deutsche Küche von früh bis spät bieten.
Weltweit erhältlich, für fast jeden Gaumen erträglich.

Weltweit erhältlich, für fast jeden Gaumen erträglich.

Die Probleme beginnen oft bereits bei einer Banalität wie Brot. Die riesige Bandbreite, die deutsche und österreichische Bäcker zu bieten haben, ist weltweit einzigartig. Wer ohne Roggen- oder wenigstens Mischbrot nicht auskommt, ist weltweit arm dran. Ich liebe französisches Baguette – aber nicht wochenlang.
Wem Toast schon daheim gut mundet, der wird allerdings nichts zu meckern haben. Es ist mir bis jetzt noch nicht passiert, dass es zum Frühstück nicht wenigstens Toast, Butter und Marmelade (Honig) gegeben hätte.  Meist waren auch Beans, Bacon und Ei in allen Variationen verfügbar.
Apropos Ei: Ich war noch in keinem einzigen Land, wo es nicht Ei und Geflügel zu essen gegeben hätte. Aufpassen sollte man indes, wenn das Ei in Südostasien „half boiled“ angeboten wird (nicht jedermanns Sache).
Das Zauberwort „chicken“  versteht man zum Glück weltweit. Hühnchen in zig Zubereitungsarten kennen alle nationalen Küchen, die ich probiert habe. Und stets war es lecker. Wer dem Gockel nichts abgewinnen kann, sollte vor allem im asiatischen Raum Ente bestellen. Jede Küche hat da ihre eigenen Rezepturen und eine echte Peking Ente ist wahrlich ein Hochgenuss für jene, die dieses Federvieh mögen.
Geflügel liegt weltweit mit Schweinefleisch an erster Stelle beim Verbrauch. Allerdings müssen Anhänger eines deftigen Schnitzels auf dieses in muslimischen Ländern verzichten.
Vegetarische oder vegane Küche sind für mich der kulinarische Horror schlechthin. Für alle Anhänger dieser Ernährungsform kommt aber die gute Botschaft: Sie werden weltweit und allerorten fündig werden. Ich wüsste nicht, wo es Obst und Gemüse nicht halbwegs vielfältig gegeben hätte.
Daran komme ich in bayerischen Landen NIE vorbei! Auf Reisen kann ich aber auch sehr gut darauf verzichten.

Daran komme ich in bayerischen Landen NIE vorbei! Auf Reisen kann ich aber auch sehr gut darauf verzichten.

Selbst wenn er nicht nur die Meeresküsten bereist, wird der hungrige Traveller, der Fisch mag, weltweit fündig. Wer noch dazu Krustentieren etwas abgewinnen kann, wird nie hungrig bleiben.
Die meisten Menschen auf diesem Planet essen sich mit Reis satt. Kartoffeln und Nudeln folgen weit abgeschlagen.
Kartoffeln kommen auf allen Kontinenten als Pommes Frites auf den Teller. Nicht nur bei McDonald`s & Co. Nudeln (ob nun aus Hartweizen oder Reis) machen ebenfalls auch in Gegenden satt, wo sich mal kein Italiener finden sollte.
Abgesehen von Indien kann sich jeder ein gutes Rinder-Steak fast überall schmecken lassen. Auch in anderen Zubereitungsarten findet Rindfleisch in der internationalen Küche  Verwendung.
Pad Thai - der Backpacker-Klassiker schlechthin. Nicht zu scharf, sättigend, preiswert. Auch vegetarisch zu haben.

Pad Thai – der Backpacker-Klassiker schlechthin. Nicht zu scharf, sättigend, preiswert. Auch vegetarisch zu haben.

Nicht jedermanns Sache, aber nirgendwo wirklich verpönt: Fleisch von Schaf und Ziege.
Welche Küche hat mich weltweit stets satt gemacht und war immer irgendwie zu finden? Die chinesische! Was ich daran schätze: Die Vielfalt, keine Tabus, die benutzten Gewürze.
Als steter Rettungsanker findet sich in vielen Ländern auch ein Pizzabäcker oder ein Koch, der leckere Pasta zubereitet.
Was schmeckt mir jenseits deutscher Landen am besten?  (Fast) alles, was aus Fleisch oder Fisch zubereitet wird! Das meiste konnte ich bisher der thailändischen Küche abgewinnen, dicht gefolgt von der italienischen. Von wirklichen Enttäuschungen blieb ich bisher in Südostasien generell verschont. Und ich mag die polnische Küche ebenso wie die russische.
Aus afrikanischen Kochtöpfen schmeckt mir sehr vieles nicht,  im arabischen Raum mag ich nur Fleisch vom Grill.
Grenzwertig allerdings wurde es gelegentlich  jenseits Europas. Ich habe nicht gefragt (und will es auch gar nicht wissen), was da in den Schüsseln auf dem Reisfeld in Sarawak kredenzt wurde.

Grenzwertig allerdings wurde es gelegentlich jenseits Europas. Ich habe nicht gefragt (und will es auch gar nicht wissen), was da in den Schüsseln auf dem Reisfeld in Sarawak kredenzt wurde.

So lecker es oft wochenlang aus fremden Töpfen und Pfannen schmeckte – irgendwann kann ich stets mal keinen Reis mehr sehen. Dann müssen notfalls auch mal Pommes aus einer Fastfood-Bude herhalten. Beim deutschen Metzger in Bangkok habe ich mich auch schon ertappt. In einer bayerischen Wirtschaft in Asien war ich allerdings dann doch noch nie. Auch eine „letzte Bratwurst vor Amerika“ muss ich in Südwest-Portugal nun wirklich nicht essen. Und dann waren da noch Geschmacks-Sachen
Grundsätzliche Regel für mich: Ich esse alles, wenn ich sehen kann, was da auf den Tisch kommt. Mir ist eine asiatische Straßenküche, bei der ich in Augenschein nehmen kann, was in den Wok kommt allemal lieber als ein europäisches Restaurant, wo ich dem Koch vertrauen muss, aber nicht sicher bin, ob das Vertrauen gerechtfertigt ist.
Und egal ob in München oder Frankfurt am Main: Heißhunger auf Wurst und ein dunkles Brot hatte ich stets. Daheim kam zuerst ein Schnitzel auf den Tisch. Der Mensch ist eben doch ein Gewohnheitstier!

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