Rucksack als Handgepäck

Das Gros der Fluggesellschaften erlaubt ein Handgepäckstück mit den Maßen 55 cm x 40 cm x 20 cm. Beim Gewicht scheiden sich die Geister – mehr als 10 Kilo werden es selten. Einige wenige Airlines erlauben ein zweites (kleineres) Gepäckstück oder einen Laptop zusätzlich. Im Fachhandel gibt es passende Gepäckstücke zuhauf. Nur bei Rucksäcken wird es schwierig. Vor allem dann, wenn man Maße und Gewicht halbwegs ausschöpfen möchte. Denn die meisten Billigflieger (Liste für Europa) langen für Gepäck, das man nicht mit in die Kabine nehmen kann, kräftig hin.

Ich habe nur die Airlines erwähnt (natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit!), mit denen man Ziele erreicht, wo es entweder ausreichend warm ist oder die man für Kurztrips ansteuert. Gen USA/Kanada,  Südamerika oder Neuseeeland werden wohl die wenigsten mit Handgepäck starten ...

Ich habe nur die Airlines erwähnt (natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit!), mit denen man Ziele erreicht, wo es entweder ausreichend warm ist oder die man für Kurztrips ansteuert. Gen USA/Kanada, Südamerika oder Neuseeeland werden wohl die wenigsten mit Handgepäck starten …

Wir waren lange auf der Suche nach einem Rucksack, der auch bei längeren Touren dem Rücken keine Probleme bereitet, die erforderlichen Limits nicht überschreitet und der auch genügend Volumen hat, für längere Zeit mit einem einzigen Gepäckstück in wärmere Gefilde zu fliegen.
Deuetr Belt I: In die Hüfttasche für 12,95 Euro passen Zigaretten, Pass, Plastikkarten, Smartphone und Kompaktkamera. Alles andere findet in den Taschen an den beiden Hüftflossen des Rucksacks genug Platz.

Deuter Belt I: In die Hüfttasche für 12,95 Euro passen Zigaretten, Pass, Plastikkarten, Smartphone und Kompaktkamera. Alles andere findet in den Taschen an den beiden Hüftflossen des Rucksacks genug Platz.

In die engere Wahl waren ob ihrer Maße und ihres Gewichts gekommen: Helium 40 (Bergans), Brenta 35 (Vaude), Banchee 50 (The North Face), Cammino 50+10 (Salewa), Atmos 35 (Osprey), Aura 35 (Osprey) und der Ascent 26 (Salewa). Letztlich fiel die erste Entscheidung für den Brenta 35 von Vaude, den ich für 79,95 Euro (Versand inklusive) „geschossen“ hatte. Die Trage- und der Beckengurt sind nicht so stark gepolstert wie bei einem klassischen Trekkingrucksack, aber ausreichend ist es allemal auch für Pilgertouren. Es gibt nur ein einziges Gepäckfach (abgesehen von einem weiteren im Inneren, das gegebenenfalls ein Tablet aufnehmen kann). An beiden Hüftflossen sind je ein Fach mit Reißverschlusss, worin Handy bzw. Kompaktkamera passen. Eine Regenhülle war mit an Bord. Die Maße werden in gepacktem Zustand wegen der Höhe nicht voll ausgeschöpft, wenn ich alles drin habe, wiegt der flugtaugliche Backpack rund 8 kg (Leergewicht: 1,26 kg). Letztlich habe ich mich nach eingehender Prüfung doch dafür entschieden, den Vaude zurückzuschicken (gelobt sei das Widerrufsrecht im Onlinehandel). Ich traue dem Leichtgewicht nicht wirklich, tue dem Rucksack aber damit möglicher Weise auch Unrecht.
Deuter Futura  Pro 36

Deuter Futura Pro 36

Heute wurde ich in Erfurt endgültig fündig: Deuter Futura Pro 36 heißt das Baby. Die Highlights: Stufenlose Anpassung an die Rückenlänge. Frontaler Rundum-Reißverschluss. Integrierte Regenhülle. Und der Clou: Bewegliche Hüftflossen, die Anstiege besser bewältigen lassen. Das war mir 129,95 Euro dann allemal wert. Das Tragesystem ist optimal geeignet für den Einsatz in wärmeren Gefilden. Das Leergewicht von 1,8 kg ist kein Optimalwert, aber wenn der Rucksack handgepäcktauglich sein soll, führt am Kompromiss kein Weg vorbei.
Meine bessere Hälfte hat bereits mit Deuter sehr gute Erfahrungen gemacht und hatte noch vor Weihnachten Glück: Der Rucksackspezialist hat eigens für Intersport ein Frauen-Modell namens „Alpamayo 50+10 SL“ aufgelegt. Das Geniale an diesem Rucksack: Minimalistisch gepackt erfüllt er die Handgepäck-Maße von Ryanair, extensiv gepackt reicht er für mehrere Wochen in Südostasien. Der Rucksack ist stärker gepolstert als der Vaude und hat mehrere Zugangsmöglichkeiten sowie ein extra Bodenfach für den Schlafsack.
Der Listenpreis für den Alpamayao beträgt 199,95 Euro, doch es wechselten nur 129,95 Euro die Besitzerin. Allerdings musste eine Regenhülle extra angeschafft werden.

Der Listenpreis für den Alpamayao beträgt 199,95 Euro, doch es wechselten nur 129,95 Euro die Besitzerin. Allerdings musste eine Regenhülle extra angeschafft werden.

Es sei deutlich gesagt, dass bei den gegebenen Maßen und Gewichten weder ein Laptop noch eine Kamera-Ausrüstung als Gepäck in Betracht kommen. Es muss dann schon minimalistisch zugehen. Für den nächsten Jakobsweg oder gen Thailand reichen uns die beiden Teile allemal.
PS: Einzig und allein Handgepäck dabei zu haben, kann sich nicht nur aus finanziellen Gründen (Gebühren) rentieren. Es spart auch Zeit beim Checkin und das Warten am Gepäckband am Zielort entfällt ebenfalls. Auch bei kurzen Umsteigezeiten kann es von Vorteil sein.

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