Caminho Português (6)

A PorrinhoTag 6: Ein vergleichsweise kurzer, aber wenig schöner Weg führte uns von Tui nach O Porriño. Satte drei Kilometer mitten durch ein Gewerbegebiet sind wahrlich kein Vergnügen. Herbergstechnisch sieht es am Zielort eher flau aus. Im sehr zentral (direkt am Jakobsweg!) gelegenen „Hotel Azul“ haben wir dankend die Pilger-Offerte für 38 Euro im DZ (mit Frühstück!) angenommen. Preis-Leistung waren angemessen, gegenüber vom Hotel befindet sich ein großer Supermarkt. Das Personal war sehr hilfsbereit.
RedondelaTag 7: Sehr schön gestaltete sich die nächste Etappe nach Redondela. Die dortige Pilgerherberge kostete dem Vernehmen nach 12 (!) Euro und war bereits um 16 Uhr voll belegt. Eher zufällig, denn planmäßig stießen wir in der auf eine weitere kleine Herberge mit zwölf oder 14 Betten. Dank zeitiger Ankunft hatten wir ein separates Schlafgemach (14 Euro p. P.)
Alle Bewohner mussten sich ein (!) Badezimmer mit WC teilen, was am Morgen zu einem gewissen Stau führte. Für 8,50 Euro gab es ein mehr als angemessenes dreigängiges Abendessen, das Frühstck am nächsten Morgen kostete 4,50 Euro und war ebenfalls sein Geld wert. Die Herberge ist nicht zu verfehlen, sie liegt direkt am Jakobsweg, mitten im Stadtzentrum. Restaurants in ausreichender Zahl sind fußläufig ebenso gut zu erreichen wie Supermärkte.
A PontevedraTag 8: In Pontevedra findet sich fast gegenüber der Pilgerherberge ein kleines Hotel. 30 Euro werden dort fürs Doppelzimmer fällig. Die Sauberkeit ließ erschreckend zu wünschen übrig, allein der große Balkon machte dies wett: Unsere gewaschenen Klamotten wurden flugs trocken. Man kann im Restaurant ebenso gut und preiswert zu Abend essen wie auch frühstücken. Das Stadtzentrum ist in drei Minuten erreicht, rund um den Bahnhof finden sich genügend weitere Einkehrmöglichkeiten.
8 TagTag 9: Wenn es fast ganztägig schüttet wie aus Eimern, ist ein gutes Hotel am Abend ein Muss. In Caldas de Reis haben wir weder an diesem Tag (noch im Nachhinein) mit 50 Euro für ein DZ mit Frühstück im Hotel „Balneario Acuna“ nichts falsch gemacht. Beheizte Handtuchhalter haben nachhaltig dafür gesorgt, dass am Morgen alles trocken war. Das Frühstück war das mit Abstand beste der ganzen Reise.
Das Hotel liegt direkt am Wege, das Zentrum des Ortes ist fußläufig gut erreichbar.
A padronTag 10: Auch auf dem Weg nach Padrón gab es Dauerregen. Als wir aus der Ferne eine Hotelwerbung erspähten, wussten wir: Da geht es hin, egal wie das drinnen ausschaut! Die Qual der Wahl: 10 Euro p. P im Schlafsaal oder 30 Euro fürs Doppelzimmer, stellte sich gar nicht erst. Allein die Aussicht auf eine eigene Badewanne sprach fürs DZ! Das Pilgermenü im Restaurant war in Sachen Preis-Leistung aller Ehren wert, der Vino rojo de la casa gut trinkbar. Das Frühstück am nächsten Morgen ging in Ordnung. Ich musste einige Male vermittelnd einspringen: Das Personal spricht nur Spanisch.
Santiago Tag 11: Die letzte Etappe läuft sich (wie so oft) nahezu von allein. Nachdem wir in Santiago de Compostela im Pilgerbüro waren, haben wir einige der unterwegs gesehenen Hotels abgeklappert und wurden auf Anhieb fündig. Nur zehn Minuten zu Fuß von der Kathedrale entfernt (Bushaltestelle vor der Haustür) liegt das kleine, familiär geführte „Hotel B-Nor“. 45 Euro fürs Doppelzimmer waren es wert.
Zurück zum ersten Teil der Herbergen.

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