Bei der diesjährigen 90. Saison der Opernfestspiele in der Arena di Verona werden die bekanntesten und schönsten Liebesgeschichten der Opernwelt erzählt. Zum ersten Mal steht dabei mit Don Giovanni eine Mozart-Oper auf dem Spielplan, die in einer Neuinszenierung unter der Regie des Maestro Franco Zeffirelli fünf Mal zu sehen sein wird. Erwin Schrott, der 2011 bei den Salzburger Opernfestspielen als Leporello brillierte, wird in diesem Jahr in Verona abwechselnd mit Ildebrando D’Arcangelo die Rolle des Don Giovanni übernehmen. Auf diese Premiere folgt Aida, der Klassiker der Arena. Den Taktstock schwingen bei der historischen Version aus dem Jahr 1913 Opernlegenden wie Placido Domingo, Daniel Oren und Marco Armiliato. Ebenfalls ein Klassiker in der Arena ist mittlerweile Georges Bizets Carmen, die bereits seit 1914 aufgeführt und in diesem Jahr von Julian Kovatchev dirigiert wird. Ebenfalls unter der Regie von Franco Zeffirelli verführt Carmen ab dem 30. Juni zwölf Mal ihren Don José. Wenn es um die Liebe und Verona geht, darf natürlich Roméo et Juliette von Charles Gounod nicht fehlen, das im Vorjahr ins Repertoire der Arena aufgenommen wurde und auch 2012 an vier Abenden in der Heimatstadt des wohl berühmtesten Liebespaars der Welt dargeboten wird. An elf weiteren Abenden können Besucher der Arena di Verona mit Turandot oder Tosca eine der beiden bekanntesten Opern Giacomo Puccinis sehen, die in diesem Jahr den Abschluss einer hochkarätig besetzten und aufwendig inszenierten Opernsaison bilden. Eintrittskarten ab 15 Euro gibt es hier.
Spielplan der Arena di Verona 2012: Don Giovanni: 22. und 29. Juni; 6., 12., 18. und 25. Juli Aida: 23. und 28. Juni; 8. 11., 15., 19., 22., 24., 28. Juli; 2., 5., 9., 12., 19. und 26. August sowie 2. September Carmen: 30. Juni; 5., 10., 13., 17., 20. und 27. Juli; 3., 7., 10., 24., 28. und 31. August Roméo et Juliette: 7., 14., 21. und 26. Juli Turandot: 4., 8., 11., 17., 23. und 30. August Tosca: 18., 22., 25. und 29. August sowie 1. September
Es bleibt auch 2012 dabei: Die Deutschen wollen Reiseweltmeister bleiben. 45 Prozent von ihnen haben gedanklich bereits Koffer oder Rucksack gepackt, jeder Neunte will 2012 sogar mehrmals verreisen. Das geht aus der 28. Deutschen Tourismusanalyse der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen hervor.
“Urlaub ist und bleibt für die meisten das Highlight des Jahres”, resümiert Prof. Ulrich Reinhardt, Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung. Die Deutschen würden lieber im Alltag den Gürtel etwas enger schnallen, als die schönste Zeit des Jahres zu Hause zu verbringen, teilte die Stiftung mit. Befragt wurden im vergangenen Monat 4.000 Menschen im Alter ab 14 Jahren.
Nur jeder fünfte Befragte hat die Urlaubsreise für sich gestrichen. 45 Prozent haben hingegen fest geplant, mindestens fünf Tage zu verreisen. Ein Drittel sei allerdings noch unsicher, ob man sich eine Reise überhaupt leisten kann. Somit wird die Reiseintensität auch 2012 wieder deutlich jenseits der 50-Prozent-Marke liegen.
Reinhardt forderte die Tourismusindustrie auf, für Geringverdiener mehr einfache und kostengünstige Angebote auszuarbeiten. “Urlaub muss bezahlbar bleiben”, sagte er. Was Reinhardt wohl vergisst: Immer billigerer Urlaub geht zu Lasten der Lebensqualität in der schönsten Zeit des Jahres! Und wird letztlich auf dem Rücken all derer ausgetragen werden, die ohnehin schon zu den Geringverdienern gehören. Auch im Urlaub hat Qualität ihren Preis!
Laut Studie wurden durchschnittlich 1.012 Euro für den Urlaub ausgegeben – immerhin sechs Prozent mehr als 2010. Klein- und Geringverdiener löhnten nur 715 Euro. Besserverdiener mit mehr als 3.500 Euro Monats-Netto zahlten dagegen rund 1.300 Euro für ihre Ferientage.
Ein Trend, der sich weiter fortsetzt: Die Gegend zwischen Flensburg und Kempten ist weiterhin das mit Abstand beliebteste Reiseziel der Deutschen. Mehr als jeder dritte Reisende verbrachte 2011 seinen Urlaub dort. Somit machten mehr Deutsche im eigenen Land Ferien als in Spanien, Italien, der Türkei, Österreich und Kroatien zusammen! Beliebtestes innerdeutsches Ziel war Bayern. 10,5 Prozent der Befragten planen 2012 eine Fernreise, 8,9 Prozent zieht es ins beliebteste europäische Ferienziel, gen Spanien.
Nachdem die Russische Föderation zum 1. November 2010 die Visa-Vorschriften für EU-Bürger verschärft hatte, gibt es nun einen klitzkleinen Lichtblick – vor allem für Individualreisende: Die bisher zeitaufwendige und nervige Registrierung kann nun auch online vorgenommen werden. Dies spart die langen und umständlichen Behördengänge für all diejenigen, die dies nicht durch ein russisches Unternehmen bzw. ein Hotel erledigen lassen (können). Des Russischen Kundige können die Registrierung auf dem staatlichen Behörden-Service-Portal vornehmen.
Es bleibt (noch) dabei: Die Deutschen waren auch 2011 die Reiseweltmeister. Wenngleich ihnen die Chinesen ganz dicht auf den Fersen sind. Im vergangenen Jahr gaben die Teutonen laut einer Commerzbank-Studie mit 60,7 Milliarden Euro weltweit wieder am meisten für Auslandsreisen aus. Das sind drei Prozent mehr als 2010, und auch im kommenden Jahr wird eine weitere Steigerung um zwei Prozent erwartet. Vor dem Hintergrund der weiterhin stark wachsenden chinesischen Wirtschaft sei aber zu erwarten, dass der Titel des “Reiseweltmeisters” demnächst an China gehen wird, sagte Kayser-Tilosen. Das könnte bereits in zwei Jahren der Fall sein. Die Finanz-Probleme im Euro-Raum hätten die Deutschen bisher nicht vom Reisen abgehalten.
Der Deutsche Wanderverband hat auf der diesjährigen Reisemesse CMT in Stuttgart acht neue Wanderpfade ausgezeichnet. Sie dürfen nun das Prädikat “Qualitätswege Wanderbares Deutschland” tragen. Dazu gehören laut dem Verband der Ederhöhenpfad, das Fränkische Steinreich, der Grimmsteig, der Hansaweg, der Hohenwarte Stausee Weg, der Limeserlebnispfad Hochtaunus, der Neckarsteig sowie der Panoramaweg Taubertal. Mehr.
Seit nunmehr 19 Jahren werden alljährlich die “World Travel Awards” (gelten als “Oscar” des Tourismus) für besondere Leistungen in der Reise- und Tourismusbranche verliehen. 2011 nahmen mehr als 210.000 Reisebüros, touristische Leistungsträger und Tourismus-Organsiationen aus mehr als 160 Ländern an dem Voting in rund 1.000 Kategorien teil, um die besten Hotels, Reedereien, Veranstalter und Fluggesellschaften zu bestimmen.
Als “World’s Leading Airline” wurde Etihad Airways gekürt. Die Fluggesellschaft aus Abi Dhabi räumte auch in der Kategorie “First Class” ab. Der Changi Airport in Singapur steht bei den Flughäfen auf dem obersten Treppchen. “World’s Leading Cruise Destination” ist Jamaika. Necker Island (British Virgin Islands, Besitzer ist Richard Branson) war in der Kategorie “World’s Leading Private Island Resort” vorn. Indien siegte in der Kategorie “World’s Leading Destination”. In der Rubrik “World’s Leading Luxury Historic Hotel” kommt der Sieger aus der deutschen Hauptstadt – das “Adlon Kempinski”.
Zur Einzelwertung geht es hier entlang.
Dekadenz im Mittleren Osten: Den Gegenwert von rund 100.000 Euro hat ein Besucher im Nachtclub eines Luxushotels in Abu Dhabi für Getränke ausgegeben. Besonders zugetan war der Gast im “Emirates Palace” edlem Champagner. Die Rechnung über 478.056,88 Dirham sorgt in den Vereinigten Arabischen Emiraten für Wirbel, berichtete “Gulfnews” gestern. Der Manager des Clubs sagte lediglich, dass eine solche Summe nicht ungewöhnlich sei.
Erst wenige Tage zuvor hatte “Hotelier Middle East” die Kopie einer Rechnung über Dirham = rund 83.000 Euro online gestellt. Der Rechnung zufolge muss dann wohl ebenfalls ein mehr als rauschendes Fest gefeiert worden sein. Unter anderem weist die Rechnung eine 6-Liter-Flasche Champagner aus. Auch aus dem Cavalli Club im “Fairmont Hotel” wurden derartige Beträge als “nicht ungewöhnlich” kommentiert. Über die Herkunft beider reicher Zecher wurde Stillschweigen bewahrt.
“Dertour” hat erstmals einen neuen Reisekatalog erarbeitet, der auf mehr als 90 Seiten „die besten Adressen weltweit für Schwule, Lesben und deren Freunde“ zum Besten gibt. Ab Mitte Januar soll der Katalog in 100.000er-Auflage in 10.000 Reisebüros (darunter 80 zielgruppenspezifische) liegen. Er gliedert sich in die drei Bereiche Städtereisen, Strand- und Aktivurlaub (“City Street Life”, “Beach & Nature”, “Adventure, Fun & More”). Hintergrund. Mehr Tipps:
Das volle Reiseprogramm weltweit, übersichtlich geordnet. Vor allem Schiffsreisen für schwule Männer gibt es hier.
Europäische Destiantionen werden hier angeboten. Oder lieber Safaris auf dem schwarzen Kontinent? “Schwule Reisen zu Heteropreisen” verspricht Rosa-Reisen Infos und Meinungsaustausch finden Schwule und Lesben im Reiseforum.
Das Tourismusministerium der Malediven teilte mit, dass alle Spas mit sofortiger Wirkung zu schließen seien. Dem waren Ende Dezember 2011 von der Opposition organisierte Proteste in der Hauptstadt Malé voraus gegangen. Tausende Menschen demonstrierten unter anderem gegen Spas und Massagesalons, in denen viele Bürger des Landes (der Islam ist Staatsreligion) versteckte Bordelle vermuten. Auch Alkohol und Schweinefleisch in den Hotelanlagen sowie der Plan, Direktflüge nach Israel aufzunehmen, waren Gegenstand der Proteste.
Anfang des Jahres hob die Regierung “nach eingehender Prüfung” das Verbot wieder auf. Malediven-Kenner mutmaßen jedoch, dass damit das Thema noch endgültig vom Tisch sei.
850.000 Touristen wurden 2011 auf den Malediven gezählt. Lesestoff gibt es hier und hier.
Pünktlich zu Jahresbeginn ist die Zeit berühmt-berüchtigter Tourismus-Rankings gekommen. Allen voran im “Lonely Planet”. Aber auch eine Top Ten-Liste angeblich (oder tatsächlich) paradiesischer Strände ist erschienen. Mein Fazit: Spätestens, wenn solche “Tipps” auftauchen, ist die Zeit gekommen, diese Orte zu meiden.
Wer es dennoch nicht lassen kann, findet die “Traumstrände” hier.